Ärger um den Eichenprozessionsspinner im Schwarzen Weg

dzGefährliche Giftraupe

Der Holzwickeder Bürgerblock und die FDP ärgern sich über den Eichenprozessionsspinner im Schwarzen Weg. Die Gemeinde sieht keinen Grund zur Beseitigung – trotz nähe zum Spielplatz.

Holzwickede

, 17.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Eichenprozessionsspinner erobert Holzwickede. Bekämpft wird er allerdings nicht überall. Der Befall am Schwarzen Weg sorgte nun im Umweltausschuss für Unruhe.

Im vergangenen Jahr entfernte die Gemeinde jeden Befall im Holzwickeder Gemeindegebiet. Dieses Jahr wurde das Vorgehen aus Zeit- und Kostengründen geändert. Eine Spezialfirma zum Entfernen wird nur noch beauftragt, wenn die Bäume in einem sensiblen Bereich stehen, wie Umweltbeauftragte Tanja Flormann erklärte. Das betrifft vor allem Stellen mit regem Fußgängerverkehr oder der unmittelbaren Nähe zu Kindern.

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Auch im Schwarzen Weg wurde der Eichenprozessionsspinner entdeckt. Die Straße ist auf der zugehörigen Seite im Internetauftritt der Gemeinde vermerkt, die Bäume vor Ort sind gekennzeichnet. Eine Beseitigung des Befalls ist jedoch nicht vorgesehen, wie Flormann auf Nachfrage des Holzwickeder Bürgerblocks erklärte. Das Ordnungsamt habe vor Ort keine Not dazu feststellen können, da sich die befallenen Bäume auf der Feldseite befänden.

Der Holzwickeder Bürgerblock sieht das anders. „Das ist nur wenige Meter von einem Spielplatz entfernt.“ Er kann die Entscheidung des Ordnungsamtes nicht nachvollziehen. Auch die Holzwickeder FDP stört sich an dem Befall und bemängelt, dass längst mehr Bäume als gekennzeichnet betroffen sind.

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