Adventsfenster in Holzwickede Weihnachtliche Tradition sorgt für großen Andrang

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Mit der Geschichte „Als Gott noch Windeln trug“ brachte Pfarrerin Claudia Brühl-Vonhoff die Besucher des Fensterchens an der Ev. Kirche am Markt zum Nachdenken.
Mit der Geschichte „Als Gott noch Windeln trug“ brachte Pfarrerin Claudia Brühl-Vonhoff die Besucher des Fensterchens an der Ev. Kirche am Markt zum Nachdenken. © Stefan Reimet
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Nach einer Woche geöffneter Adventfenster ziehen die Organisatoren Klaus und Monika Pfauter abends an der Evangelischen Kirche am Markt eine sehr positive Bilanz. Mehr als 300 Besucher nutzten bis dato das Angebot, abends ab 19 Uhr in Gemeinschaft Gesang, Geschichten und ein Stück Gemütlichkeit zu erleben. Die meisten an der Gemeindebibliothek. „Jedes Fenster ist anders, jeder gibt sich Mühe.“ Für das Ehepaar Pfauter ist jedes geöffnete Adventfensterchen auch ein kleiner Sieg über Corona: „Es freut uns, wie viele mitmachen möchten, unsere Warteliste ist lang, noch für dieses Jahr. Denn ab und zu muss jemand einspringen.“

Beim 7. Adventfenster spielte Jung-Presbyter Yannick Haß, bekannt vom Theaterprojekt „Vorhang auf“, am Klavier neben „Tochter Zion“ auch „Christmas time“ von Brian Adams und „Have yourself a merry christmas.“ Pfarrerin Claudia Brühl-Vonhoff begrüßte die Besucher des Adventfensters und trug eine Geschichte vor, die auf humorvolle Art daran erinnerte, die Weihnachtszeit nicht als Dauer-Kaufhaus zu betrachten.

Am Klavier begleitete Jung-Presbyter Yannick Haß das Treffen.
Am Klavier begleitete Jung-Presbyter Yannick Haß das Treffen. © Reimet

Teilnehmer für das nächste Jahr stehen schon bereit

Das Interesse an der Adventsfenster-Aktion in Holzwickede, Opherdicke und Hengsen ist größer als im Vorjahr. Nur einmal musste Klaus Pfauter auf einen Ersatz zurückgreifen. Eine Familie an der Unnaer Straße fiel plötzlich wegen Krankheit aus. Dafür sprang die „Freie Evangelische Gemeinde“ an der Hauptstraße ein. „Und die möchten im nächsten Jahr fest mitmachen“, freut sich Monika Pfauter. Wenig verwunderlich ist, dass die Seniorenheime die meisten Besucher anlocken. „Die Pflegeteams unterstützen das ganz toll.“

Die Teilnahme ist für alle kostenfrei, eine Spende aber willkommen. Das Geld geht an den Treffpunkt Villa, der davon Getränke und Würstchen für die Helfer der Müllsammelaktion kaufen möchte. Für Glühwein bzw. Kinderpunsch sorgt der Anbieter jeweils selbst.

Wer im kommenden Jahr ein Adventfenster gestalten möchte, sollte sich beeilen. Klaus Pfauter, der selbst am 16. Dezember ein Fenster an seiner Wohnung öffnen wird, berichtet: „Es stehen schon viele auf der Liste.“ Auf die weiteren Adventsfensterchen können sich Besucher freuen, denn manche Treffen, wie der Gesangverein Eintracht Hengsen (14. Dezember, Massener Straße 4) haben sich zum besonderen Tipp entwickelt.