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Absturz am Segelflugplatz Hengsen: Pilot und Frau gerettet, Flugzeug aus Baum geborgen

dzUnfall mit Ultraleichtflugzeug

Am Segelflugplatz Holzwickede-Hengsen ist am Samstagnachmittag ein Ultraleichtflugzeug in eine Baumreihe gestürzt. Feuerwehr und Höhenretter retteten den Piloten und seine Frau in einem bemerkenswert ruhigen Einsatz.

Holzwickede

, 25.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Ultraleichtflugzeug hing seit etwa 15.30 Uhr kopfüber im Geäst. Dafür, dass sich während des rund zweistündigen Rettungseinsatzes beide Insassen an Bord befanden, wirkten Rettungskräfte und Polizei gelassen.

Der vor Ort bekannte und als erfahren bezeichnete 56 Jahre alte Pilot aus Meinerzhagen und seine Ehefrau (51) waren ansprechbar und nur leicht verletzt. Der Pilot hatte die Maschine in Hengsen gechartert. Doch der Samstagsausflug in luftiger Höhe wäre beinahe in einer Katastrophe geendet.

Nach dem Landen wieder durchgestartet

Augenzeugen vor Ort haben beobachtet, dass sich das Flugzeug zunächst im Landeanflug befand, bereits kurz am Boden aufgesetzt habe und dann aus noch nicht geklärter Ursache wieder durchstartete. Am Rande des Flugplatzgeländes sei es vermutlich zu einem sogenannten Strömungsabriss gekommen, in dessen Folge die Maschine in die Bäume stürzte. In einer Mitteilung der Polizei ist von Seitenwind die Rede, mit dem der Pilot beim Landen offensichtlich zu kämpfen hatte und der die Maschine in einen Baum gedrückt habe.

Schnell waren mehrere Feuerwehren aus dem Kreis Unna, die Höhenrettung, Notärzte und ein Hubschrauber vor Ort. Bevor die Verunglückten aus dem Flugzeug befreit werden konnten, musste die Maschine gesichert werden. Dazu wurde ein Kran aus Dortmund angefordert. Er sichert das Flugzeug am Abend weiter, bis entschieden ist, wie es geborgen werden kann.

Nachdem die Maschine gesichert war, konnte die Bergung beginnen

Nachdem das Flugzeug vom Typ P92 am Haken hing, Einsatzkräfte im Bereich um das Flugzeug im Baum sowie am Boden mit Motorsägen Platz geschaffen hatten, konnte die Rettung mit einer Drehleiter der Feuerwehr Bergkamen beginnen. Der Pilot und seine Frau wirkten beim Verlassen der Maschine sichtlich erleichtert aber wohlauf. Sie hatten rund zwei Stunden kopfüber ausharren müssen. Beide standen schon auf der Drehleiter sicher auf zwei Beinen, blickten auf die vielen Einsatzfahrzeuge und den Medienrummel, der sich um sie gebildet hatte, hinab. Zur Kontrolle wurden die Verunglückten allerdings noch in ein Krankenhaus gebracht, erklärte die Polizei vor Ort.

Wann und wie das Ultraleichtflugzeug geborgen würde, war am späteren Nachmittag zunächst noch unklar. Um diese Fragen zu klären, musste ein Sachverständiger der Bezirksregierung zurate gezogen werden. Dann ging die Bergung aber doch zügig über die Bühne. Am Abend war das beschädigte Flugzeug am Boden.

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