Abstandshütchen und Fiebermessen beim Blutspenden in Holzwickede

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Blutspenden in Holzwickede ist derzeit einigen corona-bedingten Änderungen unterworfen. Einige der Anpassungen ärgern nicht nur die fleißigen Spender, sondern auch das DRK.

Holzwickede

, 01.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in Holzwickede derzeit Blut spendet, sieht sich mit einigen corona-bedingten Veränderungen konfrontiert. Das beginnt bereits auf dem Parkplatz vor dem evangelischen Gemeindehaus in Opherdicke. Mit Hütchen und Warnschildern werden die fleißigen Spender in eine Reihe gezwungen, um den Abstand zueinander zu wahren.

Die Warteschlange zum Blutspenden vor dem evangelischen Gemeindehaus wirkt wohl auch wegen der vielen Abstandshütchen länger als gewöhnlich.

Die Warteschlange vor dem evangelischen Gemeindehaus wirkt wohl auch wegen der vielen Abstandshütchen länger als gewöhnlich. © Udo Hennes

Im Eingangsbereich steht DRK-Mitarbeiterin Anika Knutti, das Fiebermessgerät in der Hand. Hier erfolgt das erste Messen. „Wer mehr als 37,5 Grad hat, darf das Gebäude nicht betreten.“ Zusätzlich dazu werden den willigen Spendern noch einige Fragen gestellt. Fühlen sie sich gesund? Waren sie im in den vergangenen zwei Wochen im Ausland? Hatten sie Kontakt zu einem Infizierten?

Ein Lunchpaket auf die Hand

Erst danach dürfen die Spender ins Gebäude - natürlich nur mit Mundbedeckung. Mit Einbahnstraßenschildern werden sie durch das übliche Prozedere beim Blutspenden gelenkt. Anmelden, Bogen ausfüllen, noch einmal Fieber sowie den HB-Wert messen. Auf den Tischen sind Plexiglasscheiben installiert, um die Mitarbeiter zu schützen.

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Dann folgt das Gespräch beim Arzt und die Blutabnahme im angrenzenden Raum. Der Arzt trägt eine Plexiglas-Schweißermaske samt Mundbedeckung. Nach zehn Minuten Erholung stünde eigentlich der Imbiss an. Den darf das Deutsche Rote Kreuz allerdings wegen der Corona-Krise nicht anbieten.

Stattdessen gibt es Lunchpakete für die Spender. In der roten Stofftasche stecken ein Apfel, ein Schnitzelbrötchen, Orangensaft, ein Kuchenriegel und ein Müsli-Riegel. Ein schwacher Trost für die Spender, die sich bereits auf den Imbiss gefreut haben. „Ein Schnitzelbrötchen kann ich mir doch überall holen“, ärgert sich eine Spenderin. „Einen Apfel auch.“

Statt einer Verköstigung vor Ort bekommen Blutspender derzeit nur Lunchpakete mit nach Hause. Annette Maria Willutzki ist trotz der anderen Bedingungen zum zehnten Mal zur Spende gekommen, bekommt von den DRK-Kräften Lisa Paziener (Mitte) und Lea Seidel (rechts) das Lunchpaket überreicht.

Statt einer Verköstigung vor Ort bekommen Blutspender derzeit nur Lunchpakete mit nach Hause. Annette Maria Willutzki ist trotz der anderen Bedingungen zum zehnten Mal zur Spende gekommen, bekommt von den DRK-Kräften Lisa Paziener (Mitte) und Lea Seidel (rechts) das Lunchpaket überreicht. © Udo Hennes

Auch der DRK ist unglücklich mit der derzeitigen Regelung. „Wir hoffen, dass unser Imbiss bald wieder erlaubt ist und wir das wieder anders machen dürfen“, sagt DRK-Mitarbeiterin Alexandra Grund.

Hinten aus dem Gebäude raus

Das Lunchpaket in der Hand und ein Getränk intus führt das Einbahnstraßensystem die Holzwickeder hinten aus dem Gebäude raus. Eine weitere Bedingung zum Blutspenden: Die Gebäude müssen derzeit zwei Ausgänge haben.

Aber wie gehen die Holzwickeder mit der Krise um? Kommen noch immer so viele zum Spenden wie zuvor? „Ich habe keine Veränderungen festgestellt“, sagt Grund. „Die Bereitschaft zu helfen ist so hoch wie immer. Da hat Corona keinen Abstrich getan.“

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