Abriss: Ehemalige Gebäude der Wasserversorgung verschwinden aus dem Stadtbild

Rathausumbau

Es ist nicht zu übersehen: Die Tage der ehemaligen Gebäude der Wasserversorgung am Markt sind gezählt. Ein Abrissbagger ist am Werk.

Holzwickede

, 30.07.2019, 12:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Abriss: Ehemalige Gebäude der Wasserversorgung verschwinden aus dem Stadtbild

Ein Abrissbagger reißt die Wände der ehemaligen Gebäude der Wasserversorgung am Markt in Holzwickede ein. © Anna Gemünd

Schon vor zwei Wochen begann der Abriss der einstigen Wasserversorgungsgebäude, doch erst jetzt werden die Arbeiten so richtig sichtbar. Wurde bisher im Inneren der Gebäude gearbeitet, „frisst“ sich jetzt ein Abrissbagger durch die Mauern der ehemaligen Wasserversorgung.

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„Vorher wurden bereits im Innern des Gebäudes die verschiedenen Baustoffe voneinander getrennt“, erklärt Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch. Diese „Feinarbeit“ geht auch bei den Außenarbeiten weiter: Auf dem Baugelände stehen Container bereit, in die die verschiedenen Baustoffe sortiert und anschließend abtransportiert werden.

Gebäude der ehemaligen Wasserversorgung sind nächste Woche verschwunden

Die Gebäude, die einst die Wasserversorgung beherbergten, sollen Mitte bis Ende kommender Woche komplett von der Bildfläche verschwunden sein. So lange werden die Arbeiten des Abrissbaggers laut Schätzung von Uwe Nettlenbusch andauern. Anschließend beginnt direkt die Arbeit für den Neubau - allerdings erst mit einer Vorhut.

Abriss: Ehemalige Gebäude der Wasserversorgung verschwinden aus dem Stadtbild

Mitte bis Ende der ersten Augustwoche soll das Gebäude komplett verschwunden sein. Dann beginnen neben dem historischen Rathaus die Bohrarbeiten als Vorbereitung für den Neubau. © Anna Gemünd

„Ein Vermesser wird Punkte setzen, an denen Bohrpfähle eingelassen werden sollen“, erklärt Nettlenbusch. Bevor dort mit einem großen Bohrgerät die Pfähle in bis zu zwölf Metern Tiefe eingesetzt werden, kommt erst ein „Vorab-Bohrtrupp“. „Dieser schaut an den gesetzten Punkten in drei bis fünf Metern Tiefe, ob sich dort Kampfmittel im Boden befinden“, so Nettlenbusch.

Stabiler Boden wohl erst in zwölf Metern Tiefe

Erst wenn es dabei grünes Licht gibt, können die gut 80 Zentimeter im Durchmesser messenden Bohrlöcher auf eine Tiefe gebohrt werden, die einen stabilen Neubau zulässt. Denn der Neubau muss mit diesen Bohrpfählen stabilisiert werden, da das Erdreich in dem Bereich erst ab zwölf Metern Tiefe feste Gesteinsschichten aufweist. So soll ein späteres Absacken des Neubaus verhindert werden. Wohl Anfang September wird mit dem Setzen der Bohrpfähle begonnen werden können, schätzt der Bauamtsleiter.

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Parallel dazu beginnen ab Mitte August auch die Arbeiten im historischen Rathaus. Uwe Nettlenbusch: „Dort wird geschaut, wo beispielsweise neue Türen eingesetzt werden können.“

Die Fertigstellung des neuen Rathauskomplexes ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Die Gesamtkosten des Großprojektes – die Planung, Abbruch der Altgebäude, Bau, Einrichtung etc. umfassen – sollen nach dem Willen der Gemeindeverwaltung keinesfalls die veranschlagten 19,53 Millionen Euro übersteigen.

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