Abgabepreis für Sperrmüll am Wertstoffhoff wird 2021 sinken

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Die Preise für Sperrmüll sinken, der Restmüll wird teurer. Ab kommendem Jahr verändern sich die Preise am Wertstoffhof. Das neue Preissystem soll fairer und linearer sein.

Holzwickede

, 05.07.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sperrmüllgebühren am Wertstoffhof sollen zum kommenden Jahr sinken. Ab Januar 2021 soll der Kubikmeter nicht mehr 36 Euro kosten, sondern soll auf 25 Euro bei einer Abgabe am Wertstoffhof und 18 Euro bei der Sperrmüllsammlungen sinken.

Hierdurch erhofft sich die GWA (Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft des Kreises Unna), dass die Sperrmüllmenge um bis zu 75 Prozent steigt. Auf diese Weise soll der Einnahmeverlust durch die Senkung wieder ausgeglichen werden und Bürger sollen motiviert werden, ihren Müll auf herkömmlichem Weg anstatt auf „wilden Müllkippen“ zu entsorgen.

Restmüll wird teurer

Damit sich die Gebühren am Ende ausgleichen, wird ein Teil der Kosten der Sperrmüllsammlung über die Restmüllgebühren abgedeckt. Dadurch werden die Restmülltonnen im Schnitt etwas teurer.

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Im Umweltausschuss kritisierte CDU-Ratsherr Dieter Buckemüller, dass der finale Sperrmüllpreis von der ursprünglich geplanten, kostengünstigeren Variante von 15 Euro aus dem März diesen Jahres abweiche. Laut Verwaltung habe sich die Änderung nach Rücksprache mit der GWA ergeben. Um das neue, lineare Preissystem konsequent umzusetzen, habe man den Preisunterschied von 15 zu den festgelegten 18 Euro bei der Sperrmüllabholung berücksichtigt. Die Senkung wäre nichtsdestotrotz noch immer im Sinne der Bürger.

Die Parteien nahmen den Beschluss mit einer Enthaltung an, da „jeder für seinen Müll am Ende zahlen muss“, wie Buckemüller feststellte. „Wer viel Müll macht, muss entsprechend mehr zahlen.“

Maximale Abgabemenge angehoben

Mit den Änderungen im kommenden Jahr soll auch die sogenannte Kofferraumgröße aus den Berechnungs-Tabellen verschwinden. In Anbetracht unterschiedlicher Fahrzeugmodelle ist die Einheit nicht mehr zeitgemäß. Durch die Einführung der Berechnung in Kubikmeter lässt sich hingegen ein lineares und eindeutiges Preissystem erschaffen.

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Die Mindestmenge liegt weiterhin bei 100 Litern, was einem Gewebesack von 100 Litern oder fünf Baueimern von je 20 Litern entspricht. Laut GWA-Sprecher Andreas Hellmich sei das neue Preissystem trotz weiterhin bestehender, wenn auch deutlich geringerer subjektiver Schwankungen insgesamt gerechter. Die maximale Abgabemenge an Sperrmüll wird im Zuge des neuen Preissystems auf drei Kubikmeter am Tag angehoben. Die neuen Regelungen treten zum 1. Januar 2021 in Kraft.

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