Gemeinde will mit Fünf-Jahres-Plan gegen Schlaglöcher vorgehen

dzSanierungsprogramm

Mithilfe digitaler Daten hat die Gemeinde dieses Jahr die ersten Kandidaten auserkoren und bereits saniert: Marode Gemeindestraßen will man auch in den kommenden Jahren mit klarer Strategie sanieren.

Holzwickede

, 12.12.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 130 Kilometer an gemeindlichen Straßen, Wegen und Plätzen hatte ein spezielles Kamerafahrzeug im Jahr 2018 abgefahren und den Zustand dokumentiert. Rund ein Jahr dauerte die Auswertung, die in einer Prioritätenliste mündete. Die Straßen, die eine Sanierung am nötigsten hatten, wurden mittlerweile fast nach Plan saniert.

Jahnstraße, Emscherweg, Dahlienstraße und die Gehwege an Albert-Schweitzer-Straße und Kantstraße wurden in Schuss gebracht. Rosenweg, Krummer Weg und Hengser Weg standen ebenfalls für dieses Jahr im Aufgabenheft der Bauverwaltung, werden aber erst im kommenden Jahr saniert.

Fast alle vorgenommenen Maßnahmen geschafft

„Beim Rosenweg musste zunächst die Entscheidung fallen, ob die Straße verkehrsberuhigt wird. Am Krummen Weg kommt das Bauvorhaben eines Anwohners dazwischen und am Hengser Weg spielt die Witterung nicht mehr mit. Die Straßen sind nicht vergessen, gehen wir aber erst gen Frühjahr an“, sagte Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch unter der Woche im Planungs- und Bauausschuss.

Gut 700.000 Euro möchte man künftig aus Rückstellungen vorhalten, um gezielte Sanierungspakete abarbeiten zu können. Das laufende Jahr eingerechnet, ergibt sich dadurch auf fünf Jahre ein Programm mit einem Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro.

Für 2020 ist geplant, diverse Abschnitte von Schubertstraße, Stehfenstraße, Massener Straße und Irisweg zu sanieren. Zudem soll im Süden auf der Ruhrstraße gearbeitet werden, Teilstücke des Ruhrtalradweges eingeschlossen.

Budget für Straßensanierungen letztlich ein Kompromiss

Bevor die Ausschussmitglieder am Dienstag einstimmig dem Programm zustimmten und damit ihre Empfehlung für die Ratssitzung am Donnerstagabend abgaben, machte Nettlenbusch klar, dass man dennoch flexibel agieren wolle. „Das Programm ist nicht statisch und sklavisch. Es legt den Fokus auf Deckensanierung und mit der Stehfen- und der Massener Straße zunächst auf zwei Bereiche, die es absolut nötig haben“, sagt Nettlenbusch.

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Auch wenn es von allen Fraktionen Zustimmung gab, monierte die CDU das Budget von 700.000 Euro, das zu niedrig angesetzt sei. Letztlich ist diese Summe ein Kompromiss: Laut Nettlenbusch seien bislang meist um die 100.000 Euro in geplante Straßensanierungen pro Jahr geflossen. Als im vergangenen März die digitalen Straßendaten durch die Fachfirma erläutert wurden, nannten die Experten – unbegrenzte Mittel vorausgesetzt – ein theoretisches Jahresbudget von 1,6 Millionen Euro für den Unterhalt der Straßen.

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