Würden an den Geräten gerne bald wieder Kunden sehen: Inhaber Samir El Farfachi und Leiter Andrej Dejn vom Fitnessstudio Skyfit im Holzwickeder Norden. © Udo Hennes

2020 erst eröffnet: Ein Fitnessstudio kämpft von der ersten Stunde an ums Überleben

Skyfit ist ein Holzwickeder Unternehmen mit einer jungen Geschichte. Der Betrieb des Fitnessstudios wurde mitten in der Aufbauphase durch die Pandemie ausgebremst – und steht noch immer still.

Ein Unternehmer stellt sich vor der Gründung viele Fragen. Nicht selten verfolgt er einen speziellen Plan, um das Geschäft nach und nach aufzubauen und stetig wachsen zu lassen. 2020 wurden solche Pläne von der Corona-Pandemie oft durchkreuzt, der Fahrplan vieler Gründer war über Bord geworfen. Für viele gibt es seit Monaten keine Planungssicherheit.

Die Inhaber des Fitnessstudios Skyfit an der Gottlieb-Daimler-Straße in Holzwickede hatten einen besonders holprigen Start. Im Juli 2020, also nach der ersten „Corona-Welle“, hat Samir El Farfachi gemeinsam mit seinem Geschäftspartner den gefassten Plan trotz der damals schon akuten Widrigkeiten in die Tat umgesetzt und ist mit Skyfit an den Start gegangen.

Testzentrum direkt vor der Haustür

Wegen der Corona-Pandemie war das Studio seit der Gründung allerdings inzwischen länger geschlossen als geöffnet. Das Unternehmen ist nach wenigen Monaten noch lange nicht da, wo es sich die Unternehmer gewünscht hätten.

Und trotzdem haben sie sich seinerzeit für diesen Schritt entschieden, blicken noch immer zuversichtlich in die Zukunft. Jüngst hat auf dem angrenzenden Parkplatz das sechste Corona-Testzentrum in Holzwickede eröffnet, das unter anderem die sogenannten kostenlosen Bürgertests anbietet. Betrieben wird es zwar nicht direkt von den Fitnessstudioinhabern, aber sie stellen teilweise Mitarbeiter zur Verfügung, die in den dortigen Ablauf involviert sind.

Auf dem Parkplatz neben dem Fitnessstudio Skyfit befindet sich seit fast einer Woche das sechste offizielle Corona-Testzentrum in Holzwickede. Es wird vom Skyfit-Team nicht nur unterstützt, sondern bietet eine Perspektive fürs infektionsfreie Training nach der Wiederöffnung des Studios. © Udo Hennes © Udo Hennes

Skyfit: Manche Kunden zahlen den Beitrag ohne Training weiter

Das Testzentrum wird also gewissermaßen unterstützt, ist direkt vor der Haustür darüber hinaus ausdrücklich erwünscht: „Die Intention dabei war, dass, wenn wir wieder öffnen dürfen und Kunden direkt vor dem Training einen Corona-Test machen müssen oder wollen, es dann eine gute Option dafür gibt“, sagt El Farfachi.

Insgesamt sei die wirtschaftliche Lage des Studios nach mehreren Monaten ohne Öffnungsaussicht zwar angespannt, aber noch nicht dramatisch: „Bis zum Ende des Jahres können wir das noch irgendwie machen“, sagt der Fitnessstudiobetreiber. Alle Mitarbeiter, darunter auch Studioleiter Andrej Dejn, seien momentan in Kurzarbeit.

Neben der Unterstützung einiger Kunden, die freiwillig – ohne Gegenleistung – ihren Beitrag weiter bezahlen, könnten sie sich vor allem auf den Vermieter verlassen, der sehr kulant sei: „Aber die Kosten laufen natürlich weiter“, so El Farfachi.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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Carlo Czichowski

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