Nur kurze Wartephase: Zeltverkauf von Aldi soll Ende April beginnen

dzNeue Aldi-Filiale

Der Aldi-Markt an der Stehfenstraße wird Mitte April schließen. Einen Übergang bis zur Eröffnung des neuen Gebäudes soll ein Zeltverkauf bieten. Lange warten müssen die Holzwickeder darauf nicht.

Holzwickede

, 22.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tage des Aldi-Marktes an der Stehfenstraße 8 sind gezählt. Am Samstag, 18. April, soll er das letzte Mal seine Pforten öffnen. Dann soll er abgerissen und durch einen modernen Neubau mit mehr Verkaufsfläche ersetzt werden. Damit die Kunden in der Zwischenzeit nicht auf ihre Produkte verzichten müssen, gibt es aber eine Übergangslösung.

Die ist sogar bereits in der Entstehung. Nur wenige hundert Meter östlich vom bekannten Standort wird ein Zelt errichtet. An der August-Borsig-Straße 20 sollen Kunden ab dem 23. April einkaufen können, erklärte ein Sprecher von Aldi Nord auf Nachfrage.

Lagerverkauf bis Ende Herbst

Für die Übergangslösung an der Borsig-Straße haben die ersten Vorarbeiten bereits im Oktober 2019 begonnen. Das Zelt soll eine Fläche von rund 800 Quadratmetern haben und entspricht damit etwa derselben Größenordnung, in der sich auch der aktuelle Markt bewegt.

Das Zelt in der Borsig-Straße ist noch in der Entstehung.

Das Zelt an der Borsig-Straße ist noch in der Entstehung. © Greis

Platz für so ein großes Zelt gibt es dort auf jeden Fall. Direkt an der Einfahrt zum Parkplatz des Borsig-Centers befindet sich eine eingezäunte Freifläche neben den Koda-Hallen. Laut Aldi-Nord habe man sich mit dem Unternehmen geeinigt, die Fläche nutzen zu dürfen.

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Vorstellen kann man sich den Verkauf ab dem 23. April wie bei einem Lagerverkauf, so der Aldi-Sprecher. Das Zelt werde unter anderem einen Holzboden haben und das gewohnte Sortiment in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Markt anbieten. Für Kunden soll sich demnach nur wenig ändern.

Rückbau beginnt Ende April

Laut Aldi Nord werden alle Mitarbeiter aus der Stehfenstraße auch während des Zeltverkaufs weiterhin beschäftigt.

Der Rückbau des alten Aldi-Marktes soll zum 27. April beginnen. Dann wird das Gebäude an der Stehfenstraße abgerissen und ein neuer Aldi-Markt an selber Stelle wieder hochgezogen. Statt 800 Quadratmetern Verkaufsfläche erstreckt sich der Markt dann allerdings auf rund 1270 Quadratmetern. Öffnen soll der dann bereits im Herbst, voraussichtlich Anfang November dieses Jahres.

Statt 800 Quadratmeter sollen im neuen Aldi-Markt in der Stehfenstraße dann rund 1.270 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen.

Statt 800 Quadratmeter sollen im neuen Aldi-Markt an der Stehfenstraße dann rund 1270 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. © ALDI Einkauf GmbH & Co. oHG

Der Neubau gehört zu einem großen Modernisierungsprozess, so ein Sprecher des Discounters. Rund 2300 Märkte in Deutschland sollen bis 2021 modernisiert werden. Auch auf eine gute Energieeinsparung werde geachtet. Der Energiebedarf des Marktes soll so trotz größerer Verkaufsfläche auf ein Minimum reduziert werden. Dafür sollen mitunter Photovoltaikanlagen auf dem Dach und moderne LED-Technik installiert werden.

Nicht von Coronavirus beeinflusst

Von den aktuellen Geschehnissen rund um den Coronavirus werden die Pläne des Umbaus nicht beeinflusst, so der Aldi-Sprecher. „Bisher gehen wir nicht von einer zeitlichen Verschiebung aufgrund der Corona-Problematik aus.“

So sieht der Aldi in der Stehfenstraße derzeit aus. Im April sollen die Abrissarbeiten beginnen.

So sieht der Aldi an der Stehfenstraße derzeit aus. Im April sollen die Abrissarbeiten beginnen. © Greis

Ab Spätherbst 2020 soll dann also an gewohnter Stelle ein Aldi Nord wieder seine Pforten aufmachen. Den zuletzt aufgekommenen Wirbel um eine mögliche Fusion von Aldi Nord und Süd wollte der Sprecher nicht bestätigen. „Eine organisatorische oder rechtliche Zusammenführung der Unternehmensgruppen Aldi Nord und Aldi Süd ist nicht geplant. Vielmehr haben Aldi Nord und Aldi Süd in den vergangenen Monaten damit begonnen, sich innerhalb bestimmter Warengruppen für einzelne Produkte zu mandatieren. Das heißt, dass künftig eine

Unternehmensgruppe federführend für den Einkauf dieser Produkte zuständig ist.“

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