Übergriff in Ascheberg

Nach sexuellem Übergriff in Wäscherei in Ascheberg: Tatverdächtiger ermittelt

Nach dem sexuellen Übergriff auf eine Mitarbeiterin in einer Wäscherei in Ascheberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen (36) ermittelt. Der Münsteraner soll die 68-Jährige mit einem Messer bedroht haben.
Zu einem sexuellen Übergriff kam es in einer Wäscherei in Ascheberg. © picture alliance / dpa

Verdacht eines Sexualdeliktes bestätigt sich: Nachdem am Dienstag (9. November) eine Mitarbeiterin (68) in einer Wäscherei in Ascheberg von einem Mann bedroht und sexuell belästigt worden ist, hat die Polizei nun einen Tatverdächtigen ermittelt. Zügige Ermittlungen begründeten einen Tatverdacht gegen einen 36-jährigen Münsteraner, wie die Polizei des Kreises Coesfeld und die Staatsanwaltschaft Münster am Freitag (12. November) gemeinsam erklären.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Beschuldigte demnach eine günstige Gelegenheit in der Wäscherei abgewartet haben. „Unter Vorhalt eines Cuttermessers soll er die anwesende 68-Jährige in den Keller gedrängt haben. Dort soll es zum sexuellen Übergriff gekommen sein“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung. Dabei verletzte sich die Geschädigte. Sie wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach dem Zeugenaufruf in der Presse meldeten sich mehrere Zeugen, die im Vorfeld der Tat einen auffälligen Mann im Umfeld der Wäscherei beobachtet hatten. Hier soll er sich auch in zwei weiteren Geschäften aufgehalten haben.

„Diese Zeugen äußerten, unabhängig voneinander, einen vagen Verdacht, dass der Mann psychisch auffällig sein sollte. In einem Geschäft wurde der Mann von einem Videogerät aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen führten zu dem 36-jährigen Münsteraner“, heißt es weiter in der Mitteilung.

Tatverdächtiger ist vorbestraft

Der Tatverdächtige ist aufgrund eines Urteils des Landgerichts Bochum aus dem Jahr 2012 im Maßregelvollzug in einer Klinik in Münster-Amelsbüren untergebracht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster und aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Münster, wurde das Zimmer des Münsteraners am Donnerstag (11. November) von Polizistinnen und Polizisten der Kreispolizeibehörde Coesfeld durchsucht.

Die Durchsuchung erhärtete schließlich den Verdacht gegen den Münsteraner. Die Staatsanwaltschaft in Münster prüft derzeit den dringenden Tatverdacht gegen den Münsteraner, der sich weiterhin im Maßregelvollzug in der Klinik in Amelsbüren befindet. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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