Betrüger geben sich in Ascheberg und dem gesamten Kreis-Gebiet als Polizisten aus. © picture alliance/dpa
Betrugs-Masche

Falsche Polizisten quälen Ascheberger mit Schock-Anrufen

In Ascheberg sowie im gesamten Kreis kommt es seit Mittwoch, 8. September 2021, zu sogenannten Schock-Anrufen durch falsche Polizisten. Die echte Polizei warnt und gibt Tipps.

In Ascheberg und Lüdinghausen waren am Mittwoch Betrüger mit sogenannten Schockanrufen aktiv. In allen Fällen sei angeblich jemand durch ein Familienmitglied, oder ein Familienmitglied selber, durch einen Autounfall getötet oder verletzt worden. Die Anrufer setzen auf emotionalen Druck. Sie bieten durch das Zahlen einer Kaution einen angeblichen Lösungsweg an, die Strafe zu mildern.

Natürlich ist so etwas nicht möglich, sagt die Polizei und rät bei solchen Schockanrufen: Legen Sie auf. Todesbenachrichtigungen überbringt die Polizei immer persönlich. Zudem erfolgt eine Benachrichtigung aus Datenschutzgründen nicht telefonisch. Wenn Sie unsicher sind: Legen Sie auf und rufen Sie das angeblich betroffene Familienmitglied an und rufen Sie die 110.

Falsche Polizisten wollen Wertgegenstände verwahren

In anderen Fällen geben sich die Anrufer als Kriminalpolizisten aus und behaupten, dass es in der Nachbarschaft zu einem Einbruch oder Raub gekommen sei. Sie bieten dem potenziellen Opfer an, Wertgegenstände und Bargeld verwahren zu wollen. Geschädigte gibt es bislang zum Glück nicht.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut daraufhin, dass im Display des Telefons beim Anruf der echten Polizei niemals die 110 steht. Sie fragt nicht nach Wertgegenständen und vereinbart keine Übergabetermine. Die Polizei nimmt Wertsachen nicht zum Schutz mit.

Außerdem haben sich die Betrüger noch eine weitere perfide Masche einfallen lassen. Während des Anrufes gaukeln die Täter vor, das man sie als „echte“ Polizei überprüfen könne. Noch während des Anrufs soll der Angerufene die 110 wählen. Die Polizei weist darauf hin: Es geht nicht die Leitstelle der Polizei ans Telefon, sondern in diesem Fall eine Komplize, der natürlich bestätigt, dass der Anruf echt ist. Auch hier gilt: Das Gespräch sofort beenden, auflegen und erst dann unter 110 die echte Polizei anrufen.

Und die Betrüger machen weiter im Kreis Coesfeld. Aus Dülmen meldeten sich am Freitag, 10. September, potenzielle Opfer bei der echten Polizei, dass sie offenbar von falschen Polizisten angerufen worden sind. Auch hierbei arbeiteten die Täter mit der Einbruchs-Masche und dass man Geld und Wertgegenstände in Verwahrung nehmen wolle.

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Jörg Heckenkamp

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