Zum Geburtstag ein klarer Sieg für die Boxer des SV Menden

dz90 Jahre Boxsport

Rund 600 Gäste kamen zum 90. Geburtstag der Boxsportabteilung des SV Menden. Neben Show und Spektakel sorgte toller Sport für einen gelungenen Abend.

von Peter Benedickt

Menden

, 18.11.2018, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Abend begann gleich mal mit einem Paukenschlag, besser gesagt mit drei Gongschlägen. Wie immer erschien „Der Vollstrecker“, begleitet von dramatischer Musik, nach den einleitenden Worten des Vorsitzenden Dieter Fröndt und eröffnete laut hallend den Abend.

Natürlich hatte sich eine ganze Schar von Prominenten angesagt, um ihre Glückwünsche zu überbringen. Darunter auch die Präsidentin des „Westfälischen Amateur Box Verbandes“, Gabrielle König, die gleich mehrere Urkunden im Gepäck hatte.

Bürgermeister Martin Wächter lobte das Engagement der Verantwortlichen: „Viele fragen, wer könnte, sollte, müsste. Ihr packt einfach an. Das ist klasse.“ Eine Frage hatte der Rathauschef an den Ehrengast: „Wie geht das, immer ein Gewicht von 69 Kilogramm zu halten?“ Abass Baraou, Deutscher Profi-Meister im Halbmittelgewicht, musste lachen: „Mir fällt dies nicht schwer.“

Junger Sympathieträger

Der junge Sportler, 1994 geboren, zeigte sich als Sympathieträger. Er verteilte unermüdlich Autogramme, stellte sich jeder Frage, kam mit vielen Boxfans ins Gespräch. Die Zahl der Selfies mit dem liebenswürdigen Faustkämpfer war nicht zu zählen. „Das ist wahre Integration“, strahlte Norbert Beschorner über die passende Wahl des Ehrengasts, der übrigens am 1. Dezember in Gummersbach gegen Yengoyan antritt.

Auch der Showblock mit der „New Generation Dancecrew“ war perfekt in den Ablauf des Abends eingebunden. Und wie immer bekamen die Nummerngirls ihren verdienten Beifall. Doch im Mittelpunkt standen die Kämpfe. Gegner der Mendener Staffel waren „Strijders Van Het Noorden“ aus den Niederlanden. Schon die ersten Kämpfe zeigten, dass die Gastgeber nicht gewillt waren, sich bei der 90-Jahr-Feier die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Immer wieder hieß es: „Punktsieg Blaue Ecke“.

Einmal allerdings wurde Ringrichter Robert Miah, ausgerüstet mit der „Internationalen Lizenz“, energisch: Ihm wurde zu viel gerungen. Disqualifikation beider Kämpfer. Die dies aber sportlich fair hinnahmen.

Kurz vor der Pause steigerte es sich sportlich enorm. „Da stehen sich Sportler gegenüber, die bereits 50 oder mehr Kämpfe bestritten haben“, schaute Sportwart Willi Hömberg genau hin. „Die studieren ihren Gegenüber genau, loten Stärken und Schwächen aus.“ Sogar im Internet wird dann spioniert, um sich gezielter vorbereiten zu können.

Vorzeitig aufgegeben

Bis zum siebten Kampf musste Ringarzt Dr. Peter Brall nicht eingreifen, doch als Lokalmatador Dimi Sabougkatidis in den Ring stieg, endete das Duell durch Aufgabe vorzeitig. Am Ende siegte der SVM hochverdient.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger JVK Fröndenberg

Selbstmord im Gefängnis: Wie Computer Suizidversuche rechtzeitig erkennen sollen

Hellweger Anzeiger Leben und Wohnen

Bernd Weskamp findet, dass in Fröndenberg nicht alle im Zug Richtung Zukunft sitzen

Meistgelesen