WLAN im Flüchtlingsheim: Fröndenberger Stadtverwaltung soll Optionen prüfen

dzBreitbandausbau

Vielleicht muss es gar nicht unbedingt das neue Glasfaserkabel sein: Die Grünen wünschen sich eine bessere Internetversorgung in Fröndenberger Flüchtlingsheimen.

Fröndenberg

, 01.02.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ob der Anschluss an schnelles Netz nun zur Daseinsfürsorge gehören sollte oder nicht: Im Zuge der Diskussion um den Fröndenberger Breitbandausbau ist der Begriff zumindest des Öfteren gefallen. Andrea Molitor von den Grünen hat in dieser Woche auch von Daseinsvorsorge gesprochen – und noch mehr: Besseres Internet über WLAN sollte die Stadt auch für Geflüchtete in den Einrichtungen Marineheim und Stentrop anbieten.

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Im Finanzausschuss war der Vorstoß Thema. Die Stadtverwaltung erklärte auf Wunsch der Politik, wie es um den Internetanschluss in den beiden Einrichtungen generell bestellt ist.

10.000 Euro würde es kosten, wenn neue Leitungen gelegt werden

Im Zuge des Netzausbaus der Firma Muenet habe auch die Stadt mehrere Anträge für städtische Gebäude gestellt. Unter anderem für den neuen Feuerwehrstandort in Stentrop, so der Erste Beigeordnete Heinz-Günter Freck. Der Mitarbeiter der Stadtverwaltung Stefan Neuhaus erklärte, dass von der Stadt ebenfalls geprüft worden sei, ob das Marineheim einen Anschluss bekommen kann. Doch hierfür Leitungen zu lagen, würde 10.000 Euro kosten.

Die Frage sei nun auch, ob es an dem hapere, was reinkommt, oder wie Internet in den Heimen verteilt wird, sagte der Ausschussvorsitzende Martin Schoppmann. Er regte an, auch über mehrere Geräte oder mögliche Alternativen wie etwa LTE-Router in den Einrichtungen nachzudenken. Sei eine gute Verbindung nach außen doch gerade für Flüchtlinge wichtig, die über ihr Smartphone und das Internet Kontakt zu den Verwandten in der Heimat halten.

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Einig war man sich, dass Kosten im Bereich von mehreren Tausend Euro unverhältnismäßig seien. Wenn es aber „im niedrigen dreistelligen Bereich“ Lösungen gebe, um für annehmbares WLAN in den Gebäuden zu sorgen, wäre der Finanzausschuss bereit, das nötige Geld zu bewilligen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung bekamen die Hausaufgabe, Andrea Molitors Anregung mit ins Rathaus zu nehmen.

Flüchtlingssituation in Fröndenberg ist entspannt

Seit der großen Flüchtlingskrise 2015 entspannt sich die Flüchtlingssituation in Fröndenberg immer mehr. Die Zahl der Geflüchteten im Leistungsbezug lag im Dezember des vergangenen Jahres bei 120 Personen.

Zu dieser Zahl kommen immer mal wieder anerkannte Flüchtlinge hinzu, die der Kommune zugewiesen werden und im Optimalfall in einer Wohnung untergebracht werden sollen. Das geschieht manchmal allerdings so plötzlich, dass auch die Anerkannten übergangsweise in einem Heim untergebracht werden. Wie im Dezember eine Großfamilie, für die das Bürgerhaus in Strickherdicke spontan wieder als Unterkunft öffnete.

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