Wie geht es dem Klimapatienten Wald? Rahel-Varnhagen-Salon nimmt sich der Frage an

dzDiskussion im Stiftsgebäude

In Fröndenberg hatten Trockenheit und Hitze des vergangenen Jahres gravierende Auswirkungen auf den Wald. Wo Politik und Gesellschaft anpacken können, erklärt der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Unna-Hamm.

Fröndenberg

, 16.08.2019, 16:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Thema Klimaschutz ist in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause hochgekocht und noch längst nicht ausdiskutiert. Während weiterhin die Frage zu klären gilt, ob für Fröndenberg ein Klimanotstand ausgerufen wird und an welche Bedingungen dieser Entschluss gekoppelt sein könnte, haben die Freien Wähler – Gegner des Klimanotstands – für eine Alternative plädiert: Die FWG beantragt, dass die Stadt Fröndenberg mit Hilfe von Experten klimaresistente Bäume, sozusagen einen kleinen Klimawald, pflanzt. Auch dieses Thema wird nach den Sommerferien in die politische Debatte mit aufgenommen.

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Viele Bäume sind der Trockenheit zum Opfer gefallen

Fakt ist: In Fröndenberg sind der Trockenheit bereits besonders viele Fichten zum Opfer gefallen. Nicht nur in den Wälder, auch in der Stadt fallen braune, verdörrte Nadelbäume auf. Nur zu gut passt da das Thema des nächsten Rahel-Varnhagen-Salons, zu dem der Heimatverein Fröndenberg und die Europa-Union für Mittwoch, 28. August, um 19 Uhr ins Stiftsgebäude auf dem Kirchplatz einladen. Denn es konnte ein Referent gewonnen werden, der Experte für die Entwicklung des Waldes ist. Der Heimatverein rechnet mit so großem Interesse an dem Thema, dass der Termin vielleicht aus den Räumen des Heimatvereins in den Ratssaal im Stiftsgebäude verlegt wird.

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Fachliche Sicht auf Ursachen und Lösungen des Waldsterbens

„Wie geht es dem neben Flüssen und Meeren wichtigsten Patienten unseres Klimas, dem Wald?“, lautet die Frage, der sich die Gäste annehmen werden. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ sowie Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Unna-Hamm, Gerhard Dreps, wird die Besucher aus seiner fachlichen Sicht informieren, Ursachen und mögliche Lösungsansätze vorstellen.

Sicher gibt es Lösungen, aber werden diese dann auch umgesetzt? Wo müssen Politik und die gesamte Gesellschaft und damit auch jeder Einzelne anpacken – und zwar möglichst schnell und möglichst effizient? „Hätte, wollte, könnte, müsste muss dringend ersetzt werden durch ‚machen‘, ehe es zu spät ist“, sind die Veranstalter des Varnhagen-Salons überzeugt.

Vorfreude auf Gespräche und Gedankenaustausch

Jochen von Nathusius vom Heimatverein und Dr. Gabriele Schulte von der Europa Union freuen sich auf interessante Gespräche und einen Gedankenaustausch zwischen Referenten und Fröndenberger Publikum. Sie laden seit 2016 regelmäßig zum Rahel-Varnhagen-Salon ein, der sich mit aktuellen Themen aus Politik und Gesellschaft befasst.

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