Werbering Fröndenberg startet neue Marketing-Offensive: „Wir erfinden uns neu“

dzEinzelhandel

Der Werbering hat sich eine schwierige Aufgabe gestellt: für den Einzelhandel werben, Kunden anlocken und damit Umsätze und Attraktivität in der Stadt steigern. Eine Offensive ist geplant.

Fröndenberg

, 30.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Mitglieder des Werberings treffen sich in diesen Tagen häufiger als üblich: Die Interessengemeinschaft der Kaufleute will sich ganz neu aufstellen. Das wird man an einer neuen Optik und an neuen Projekten merken. Gefragt sind jetzt aber vor allem Ideen.

»Die Leute dafür zu begeistern, ist die größte Herausforderung.«
Manuel Nadansky, Werbering

Eine ganz konkrete Idee soll mit einem Einkaufsgutschein der fünf Leader-Kommunen voraussichtlich noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Läuft dieses Projekt unter dem Börde-trifft-Ruhr-Motto „Heimat gemeinsam Zukunft geben“, will der Werbering aber auch ganz speziell für Fröndenberg neue Impulse setzen.

„Die Infrastruktur muss stark bleiben“, sagt Vorstandsmitglied Manuel Nadansky und bringt damit wohl auf den Punkt, was die Aktivitäten der organisierten Einzelhändler antreibt. Denn dem Wettbewerb mit Internethandel und den großen Einkaufsstädten werden sich gerade die inhabergeführten Geschäfte in Fröndenberg nur erfolgreich stellen können, wenn sie ihre Stärken und ihre Alleinstellungsmerkmale deutlich machen.

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Werbering Fröndenberg startet neue Marketing-Offensive: „Wir erfinden uns neu“

Der 1. Fröndenberger Kindertrödelmarkt auf dem Marktplatz kam als neue Idee des werberings im vergangenen Spätsommer gut an. Familie Bobbert mit dem Töchtern Carlotta, Juma und Mariella zeigte sich mit dem Umsatz jedenfalls mehr als zufrieden. © Peter Benedickt

Info

Der Werbering „frech und spritzig“

  • Mit Hochdruck arbeitet der Werbering zurzeit an einem modernisierten Internetauftritt, der Mitgliedern und Kunden viel mehr Nutzen bringen soll.
  • Ein neues Logo ist für die Händlergemeinschaft schon kreiert; verraten wird nur, dass es etwas anderes als das Übliche, sondern „frech und spritzig“ sein wird.
  • Entwickelt wird auch eine Image-Broschüre für Fröndenberg, die die Vorzüge als Einkaufsstadt deutlich macht.
  • Einkaufsbegleitende Aktionen wie ein Street-Food-Markt oder ein Abedn-/Mitternachtshopping stehen ebenfalls auf der Ideenliste.
  • Der Werbering, der kein eingetragener Verein, sondern ein loser Zusammenschluss ist, nimmt nicht nur klassische Einzelhändler auf, sondern will sich künftig auch für Freiberufler wie Anwälte oder Steuerberater öffnen.

Das gelingt am besten mit zeitgemäßen Aktivitäten und viel Werbung – der Einkauf als Erlebnis eben. Den Vorzug kurzer Wege, persönlicher Beratung oder auch konkurrenzfähiger Preise wird der Kundschaft dabei bestenfalls ganz nebenbei eingehen – und in Sachen Kundschaft vermutet der Werbering noch ein schlummerndes Potenzial in Fröndenberg. Die Kaufkraft ist hoch, fließt aber zu einem Großteil ins Umland.

Im Werbering gibt es nur einen kleinen Kreis Aktiver

Das Problem des Werberings: Die Mitgliederzahl von rund 30 Geschäftsleuten stagniert seit Längerem. Nicht jeder ist zudem aktiv, sodass der Kreis der Handelnden denkbar übersichtlich ist.

Das liegt natürlich auch daran, dass man komplett ehrenamtlich unterwegs ist. Dennoch will man in Zukunft „sehr professionell“ werden. „Wir erfinden uns neu“, so Manuel Nadansky.

Die Organisation des Christkindlmarktes war vor zwei Jahren bereits in die Hände der Stadtverwaltung übergeben worden; im Gegenzug hat der Werbering mit dem ersten großen Kinderflohmarkt auf dem Marktplatz im vergangenen Spätsommer aber immerhin auch etwas Neues auf die Beine gestellt.

Die Akquise von neuen Mitgliedern steht damit ganz oben auf dem Lastenzettel des Werberings. „Die Leute dafür zu begeistern, ist die größte Herausforderung“, weiß Manuael Nadansky.

Warum nicht eine Modenschau im Fitness-Studio?

Dabei sei für ihn ganz klar, dass mit gemeinsamem Engagement viel mehr für für Fröndenberg als Einkaufsstadt, aber auch für den einzelnen Händler erreicht werden könne.

»Ich bin mir sicher, dass es viele Unternehmer gibt, die tolle Ideen haben, aber nicht wissen, wie sie sie umsetzen sollen.«
Manuel Nadansky, Werbering

Wenn es auch nicht auf Anhieb eine messbare Umsatzsteigerung in jedem Geschäft werde geben können, sollen doch die „nicht messbaren Werte“ wie gemeinsames Marketing und Ideenplattform Vorteile bieten. „Mehr Gewicht für die Mitglieder“, so Manuel Nadansky, solle der Werbering künftig haben.

Attraktiv für neue Mitglieder will der Werbering in den kommenden Wochen mit einem modernisierten Auftritt, einem neuen Logo, einer nützlichen Homepage werden – in der Hoffnung auch auf eine Ideenschmiede, die sich damit entwickelt.

Eine Modenschau im Fitness-Studio könnte eine Aktion sein, die die Leute lockt. Manuel Nadansky: „Ich bin mir sicher, dass es viele Unternehmer gibt, die tolle Ideen haben, aber nicht wissen, wie sie sie umsetzen sollen“.

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