Der Griff nach dem Kackbeutel ist manch einem Hundebesitzer schon zu viel: Die Fröndenberger sind empört. © dpa
Ordnungswidrigkeit

Wenn Hunde in fremden Gärten ihre Haufen hinterlassen: Ärger in sozialen Netzwerken steigt

Eine Blume hier, ein Hundehaufen da: Der Ärger über unfreiwillige Geschenke fremder Hunde auf und an den Grundstücken steigt. Inmitten der Wut finden sich aber auch konstruktive Vorschläge.

Kaum ein Thema hat in der vergangenen Woche für ähnlich große Empörung gesorgt wie die achtlos liegengelassenen „Tretminen“ an der Westicker Straße. Nutzer der sozialen Netzwerke zeigen: Die Anwohner dort leiden nicht alleine. Das Problem mit uneinsichtigen Hundehaltern kennen viele – sogar weit über Fröndenbergs Stadtgrenzen hinaus.

Neben empörten Anwohnern, die von ähnlichen Zuständen in ihrer Gegend berichten, melden sich auch einige Hundehalter zu Wort. „Ich habe selbst seit 30 Jahren einen Hund, aber sowas geht gar nicht“, sagte eine Nutzerin. „Ich bin selbst Hundehalter und nehme die Scheiße mit, die mein Hund hinterlassen hat“, ärgert sich eine andere.

Mehr Mülleimer im Stadtgebiet gefordert

Sabine Zimmer, ebenfalls Anwohnerin der Westicker Straße weiß, dass die Dreistigkeit mancher Hundebesitzer noch weiter geht: „Manche lassen ihre Hunde bei uns auf der Wiese ihr Geschäft machen. Im Sommer stinkt das fürchterlich und wenn man die Leute anspricht, gehen sie weiter oder werden frech.“

Diskussionen über mehr Mülleimer im Stadtgebiet werden wach, doch selbst in einer in diesem Punkt gut bestückten Gemeinde wie Holzwickede häufen sich die Klagen. Die Frage nach der Wirkung sehen manche kritisch: „Wenn sie es jetzt nicht wegmachen mit Kotbeuteln, dann werden sie es auch nicht in einen Mülleimer schmeißen.“

Nutzer wollen härtere Strafen

Worin sich viele Nutzer hingegen einig sind, ist die Forderung nach härteren Strafen. Auch in Fröndenbergs Städteverordnung ist festgelegt: „Wer auf Verkehrsflächen oder in Anlagen Tiere, insbesondere Pferde und Hunde mit sich führt, hat die durch die Tiere verursachten Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu entfernen.“

Trotzdem ist es für das Ordnungsamt schwer, einen entsprechenden Verstoß zu ahnden. Die verärgerten Nutzer in den sozialen Netzwerken sehen hier den Punkt, an dem angesetzt werden kann: „Ich bin für empfindliche Geldstrafen. Es sollte im Wiederholungsfall immer teurer werden.“

Nutzerin Karin Rumi weiß, dass manche Gemeinden mit ähnlicher Herangehensweise gegen widerspenstige Hundebesitzer kämpfen: „Es gibt Kommune, da wird schon bestraft, wenn man keinen Kackbeutel dabei hat. Die gehen dann von Vorsatz aus. Find ich richtig gut. Ich persönlich hab immer ne ganze Rolle dabei, dann komm ich nicht in Verdrückung.“

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
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