Weniger Übernachtungen in Fröndenberg: Politik will die Gründe verstehen

dzTourismus in Fröndenberg

Die Zahl der Übernachtungsgäste ging im vergangenen Jahr dramatisch zurück. Die Politik fragt nach dem Warum und drängt gleichzeitig auf die Akquise neuer Beherbergungsbetriebe.

Fröndenberg

, 08.03.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ausgerechnet nach der großen Tourismus-Initiative, die in Fröndenberg zuletzt gestartet wurde, sind die Übernachtungszahlen im Jahr 2019 drastisch eingebrochen. Der Einbruch 2019 nach dem Boom 2018 gibt auch der Fröndenberger Politik Rätsel auf. Im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing sollte die Verwaltung Erklärungen liefern.

Für Verwaltungsmitarbeiter Hubert Sallamon sei ganz klar der Verlust zweier Beherbergungsbetriebe Grund für die gesunkenen Übernachtungszahlen. „Das ist für uns die Hauptursache“, sagt er.

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Bevor der Ruhrtalradweg eingerichtet wurde, also vor dem Jahr 2006, übernachteten laut Sallamon lediglich 6.500 Gäste Pro Jahr in Fröndenberg. Diese Zahl sei nicht zuletzt durch die wachsende Beliebtheit des Radwegs gestiegen; lag in den vergangenen Jahren bei rund 21.000 Übernachtungen. Zu den Gästen der Ruhrstadt zählen neben Radtouristen und Tagesausflüglern auch Handwerker auf Montage oder Fußballfans, die die Bahnanbindung zum Stadion in Dortmund nutzen.

Altes Hotel am Park und Radhotel sind geschlossen

Nachdem nun das Alte Hotel am Park sowie das Radhotel am Bahnhof weggefallen sind, lag de Zahl der Übernachtungsgäste im vergangenen Jahr nur noch bei 17.000.

Vom angestrebten Ziel, 30.000 Übernachtungsgäste jährlich in die Ruhrstadt zu holen, ist man mit den Zahlen aus 20019 nun wieder ein großes Stück weiter entfernt.

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Das Problem: Wenn viele Gäste nach Fröndenberg kommen, reichen die Kapazitäten der Betriebe offenbar nicht aus. Über das Jahr gesehen könnte die Auslastung der Beherbergungsbetriebe allerdings besser sein.

Für Fröndenberg bedeutet das nun, dass an mehreren Baustellen gearbeitet werden muss: Das Neue Hotel am Park sollte auf jeden Fall gesichert werden. Ein potenzieller Investor hatte hierzu bereits Pläne geäußert. Es gab allerdings Unstimmigkeiten mit der Stadt.

Warten auf Wohnmobilstellplätze geht weiter

Aus Sicht der Politik sollten endlich auch Wohnmobilstellplätze eingerichtet werden. Laut Stadtverwaltung befinde man sich hierzu gerade in Grundstücksverhandlungen.

Neben dem Wunsch nach einem neuen großen Hotel sollte die Stadt auch die Akquise kleinerer Beherbergungsbetriebe nicht außer Acht lassen, lautete ein weiterer Wunsch im Ausschuss für Kultur, Stadtentwicklung und Tourismus.

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