Der Weißstorch-Nachwuchs in Fröndenberg wird flügge

Naturschutzgebiet Kiebitzwiese

Der Weißstorch-Nachwuchs auf der Kiebitzwiese wird flügge: Womöglich schon in der kommenden Woche könnte eines der beiden Jungtiere das Nest in dem Fröndenberger Naturschutzgebiet verlassen.

20.07.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Weißstorch-Nachwuchs in Fröndenberg wird flügge

Zum ersten Mal stehen die Chancen gut, dass die Weißstörche ihre Brut auf der Kiebitzwiese auch durchbringen. © Gregor Zosel

Die Fröndenberger Kiebitzwiese und Weißstörche – das nahm in der Vergangenheit nie ein glückliches Ende. 2014 und 2016 bescherten Weißstörche dem Fröndenberger Naturschutzgebiet zwar Nachwuchs, doch in beiden Jahren überlebten die Jungtiere nicht. Zu kalt und nass war es.

Im dritten Anlauf stehen nun alle Zeichen auf ein Happy-End zumindest eines der beiden Jungtiere, ist Ornithologe Gregor Zosel zuversichtlich. Er nimmt regelmäßig unter anderem die Tierwelt auf der Kiebitzwiese in den Blick und hat auch die aktuellen Jungvögel beobachtet, seit sie geschlüpft sind.

Zwischenzeitliche Sorge um die Brut

Rückblick: Etwa Anfang Juni hatte der doppelte Nachwuchs das Licht der Welt erblickt. Zunächst reckte ein Jungvogel den Kopf aus dem Nest, einige Tage danach dann noch ein zweiter. Zwischenzeitlich fürchtete Zosel einen erneuten Brutverlust, weil sich Mitte Juni mehrere Stunden lang kein Jungvogel zeigte, der Altstorch zudem wie hilflos im Nest herumstocherte. Doch einen Tag später gab es dann Entwarnung und große Erleichterung bei Gregor Zosel und seinen Vogel-Freunden.

Ob am Ende tatsächlich beide Jungvögel das Nest verlassen werden, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. „Ein Jungvogel war von vornherein ein bisschen hinterher“, hat Zosel beobachtet. „Aber zumindest der andere müsste es diesmal schaffen, der ist gut zurecht“, ist der Ornithologe zuversichtlich, was den ersten Bruterfolg auf der Kiebitzwiese angeht. Auch angesichts der guten Wetteraussichten in der kommenden Woche.

Nilgänse hatten Horst auf der Kiebitzwiese belagert

Dabei hatte Gregor Zosel für dieses Jahr eigentlich gar nicht mehr mit Weißstorch-Nachwuchs gerechnet. Nilgänse hatten es sich in dem für Störche vorgesehenen Horst inmitten des Naturschutzgebietes gemütlich gemacht und sporadisch vorbeischauende Adebare sogleich verscheucht. „Die Störche sind in diesem Jahr aber erst sehr spät angekommen“, weiß Zosel. Übrigens nicht nur in Fröndenberg, sondern auch auf den Hemmerder Wiesen, wo Weißstörche in diesem Jahr erfreulicherweise ebenfalls Nachwuchs hervorgebracht haben. Nachdem die Nilgänse in Fröndenberg mit ihrer Brut fertig waren, konnten sich die Spätzügler schließlich buchstäblich ins gemachte Nest setzen.

Ihre Beobachtungen in der Tierwelt teilen Ornithologen und Hobby-Vogelkundler übrigens auf der Internetseite der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna. Hier lässt sich auch die Entwicklung der Weißstorch-Jungvögel sehr gut verfolgen.

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