Wasserstand der Ruhr hat sich verdoppelt

dzHochwasser

Nach zwei regenreichen Tagen ist die Ruhr an vielen Stellen über die Ufer getreten. Der Wasserstand hat sich nach Messungen des Ruhrverbandes in den vergangenen Tagen fast verdoppelt.

Fröndenberg

, 25.02.2020, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die vergangenen zwei Tage waren regenreich. Genug, dass die Ruhr mittlerweile an vielen Stellen über die Ufer getreten ist und sich die Bäume am Wasser über nasse Füße freuen können. Derzeit befindet sich die Ruhr bei einem Wasserstand von etwa 1,75 Metern, in den Tagen vor dem Regen lag der noch zwischen 90 und 100 Zentimetern.

Laut Ruhrverband ist die Situation allerdings nicht dramatisch. „Die Bezirksregierung hat es bereits sehr treffend formuliert“, sagt Pressesprecherin Britta Balt. „Hochwasser ist ein Teil des Wasserkreislaufs und somit ein Naturereignis.“

Hochwasser im Winter natürliches Phänomen

Sie betont: „Nicht jedes Hochwasser bringt gleich eine dramatische Situation mit sich.“ Grund zur Sorge bestehe nicht unmittelbar. In ländlichen Gebieten wie Fröndenberg gebe es weniger Risiken als in manchen Ruhrstädten, die nahe an der Ruhr gebaut sind und bei denen bei Hochwasser schon mal die Altstadt geflutet würde.

Der Wasserstand der Ruhr in Fröndenberg in der letzten Februarwoche.

Der Wasserstand der Ruhr in Fröndenberg in der letzten Februarwoche. © Privat

„Wir haben derzeit noch kein mittleres Hochwasser“, sagt sie mit Blick auf die ihr vorliegenden Daten. Natürlich könne sie Einzelfälle nicht ausschließen, grundsätzlich bestehe jedoch keine Gefahr. „Das ist ein jahreszeitübliches Ereignis.“ Dass die Ruhr gerade an einigen Stellen über die Ufer trete, sei ganz normal.

Aktuell sei der Scheitelpunkt des Hochwassers bereits überschritten, der Pegel falle langsam wieder. Mit Blick auf die kommenden, regenreichen Tage könne sich das aber natürlich wieder ändern.

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