Warum Wolfgang Voesch eine Petition zur Befreiung von Julian Assange unterstützt

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Der Mitgründer von Wikileaks befindet sich seit 2019 in London in Haft. Laut mehreren Ärzten geht es ihm schlecht. Wolfgang Voesch von den Linken erklärt, warum es ihm eine Herzensangelegenheit ist, dem Mann zu helfen.

Fröndenberg

, 22.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Namen Julian Assange dürften viele schon mal gehört haben. Der Mitgründer von Wikileaks deckte in der Vergangenheit mehrere Verletzungen der Menschenrechte durch die USA auf, musste anschließend in die ecuadorianische Botschaft in London flüchten. Seit April 2019 befindet er sich in Großbritannien in Haft.

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Eine Petition fordert den Bundesrat nun auf, alles in seiner Macht Stehende zu unternehmen, um Assange zu befreien und den gebürtigen Australier vor staatlicher Verfolgung zu schützen. Auch Wolfgang Voesch, Mitglied der Linken in Fröndenberg, hat diese Petition unterschrieben. „Das ist eine weltbekannte Persönlichkeit, der übel mitgespielt wurde“, sagt er.

Herzensangelegenheit, Assange zu unterstützen

Er bittet Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und alle anderen Fröndenberger, ihn bei der Petition zu unterstützen. „Es ist mein persönliches Anliegen, Menschen zu helfen“, erklärt er. „Mir geht es gegen den Strich, wenn ich höre, dass Menschen irgendwo leiden.“

Wolfgang Voesch, Ratsherr der Partei die Die Linke, teilt seine politischen Überzeugungen im Internet.

Wolfgang Voesch, Ratsherr der Partei die Die Linke, teilt seine politischen Überzeugungen im Internet. © Archiv

So wie im Fall Assange. Der gebürtige Australier habe seit 2012 die Botschaft in London nicht mehr verlassen können. Mit dem Regierungswechsel in Ecuador konnte ihm die Botschaft kein Asyl mehr bieten, er wurde von Großbritannien verhaftet und sitzt seit 2019 in einem britischen Gefängnis. Dort soll er laut Petition auch psychischer Folter ausgesetzt sein.

„Der Mann muss unbedingt befreit werden“, sagt Voesch. „Dem geht es wirklich schlecht.“ Seit 2012 versteckte sich Assange in der Botschaft in London, konnte sie nicht mehr verlassen. „Da sieht man mal, was so viele Jahre Isolation mit jemandem anrichten.“ Voesch ist entsetzt. „Dieser Mann ist unschuldig. Er hat nur ein paar Daten veröffentlicht.“

Jeder könnte Julian Assange sein

Investigativer Journalismus, wie ihn Julian Assange betrieben habe, sei wichtig für ein gesundes Gesellschaftssystem. Im Falle Assanges werde jedoch „das Grundrecht mit Füßen getreten“, so Voesch.

Die Petition, die sich an Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga richtet, beschreibt es mit den Worten: „Jeder von uns kann Julian Assange sein. Deshalb sind ihm Freiheit, sichere Orte und Schutz von Leib und Leben zu garantieren.“

Kommenden Montag beginnen die Anhörungen, in denen der Antrag der USA, Assange auszuliefern, thematisiert wird. Vielleicht, so hofft Voesch, können die Unterschriften ja doch irgendetwas dabei bewirken.

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