Warten auf die Schafe im Kampf gegen wucherndes Grün am Ruhrtalradweg in Langschede

dzFehlender Grünschnitt

Die Stadt ist stolz auf ihren Ruhrtalradweg. Doch Spaziergänger wie Regina Grabarczyk fragen sich, warum die Verwaltung diesen Vorzeigeweg derart zuwuchernd lässt.

Fröndenberg

, 04.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Die Sonne scheint, etliche Radler treten auf dem Ruhrtalradweg in Langschede kräftig in die Pedale. Doch für Anwohnerin Regina Grabarczyk trübt das wuchernde Grün die Freude an dem Vorzeigeweg entlang der Ruhr. Schon im vergangenen Jahr hatten Anwohner sich beschwert über die wuchernden Herkulesstauden, die sich am Ufersaum zwischen Fluss und Radweg breitmachten. „Auch dieses Jahr haben wir uns über die Herkulesstauden erneut beschweren müssen“, sagt Regina Grabarczyk. Daraufhin seien zwar Mitarbeiter der Stadtverwaltung gekommen und hätten die Stauden ausgestochen. „Doch an der Ruhr wachsen sie immer noch wie wild. Und das wuchernde Grün am Radweg birgt für Fußgänger große Gefahren“, sagt sie.

Radler sehen Fußgänger erst im letzten Moment

Am Dienstagmorgen war die 58-Jährige mit ihren beiden Hunden Benny und Fiona auf dem Radweg spazieren. „Es hatte geregnet und das Gras hing bis auf den Boden“, berichtet die Langschederin. Sie habe deshalb mit den Hunden ausweichen müssen. Entgegenkommende Radler sahen sie wegen des Grüns nur sehr spät und hätten auf dem nur halb nutzbaren Weg dann kaum noch Platz, ihrerseits auszuweichen. Garbarczyks Beschwerde bei der Stadtverwaltung, die vor drei Wochen versprach, den Schäfer anzurufen, blieb bisher ergebnislos. Im vergangenen Jahr hatten die hungrigen Schafe nicht nur die Herkulesstauden in ihren Mägen unschädlich gemacht, sondern auch beim restlichen Grün ganze Arbeit geleistet.

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