Warmer Regen für Kaltduscher: Fröndenberg motzt seine Sportstätten auf

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Kalte Duschen, abgespielter Kunstrasen auf dem Sportplatz: Auf jede Menge Verdruss stieß die Sportstättenkommission im Frühjahr bei den Vereinen. Jetzt sagt die Stadt, wie viel Geld für Sanierungen ausgegeben werden darf.

Fröndenberg

, 05.11.2019, 13:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Instandhaltung der Fröndenberger Sportstätten ist in den Jahren einer klammen Stadtkasse vernachlässigt worden. Jetzt schreibt die Stadt üppige Summen in den neuen Haushalt für 2020. Viele Vereine dürfte das freuen.

Fußballvereine übten Kritik an einseitigen Investitionen

Noch im vergangenen April musste sich die Sportstättenkommission der Stadt viel Kritik der Sportvereine in den Stadtteilen anhören: Wenn künftig viel Geld in den geplanten Sportpark Ruhr an der Graf-Adolf-Straße fließen solle, müssten auch die Sportplätze auf den Dörfern ihren gerechten Anteil erhalten.

Da war von der Peinlichkeit die Rede, dass man Gästemannschaften unter kalte Duschen schicken muss; von stumpfen, abgespielten Fünfmeterräumen auf den Kunstrasenplätzen; von völlig durchlöcherten Parkplatzzufahrten.

»Der Haushaltsplan wird deutlich machen, dass wir Fröndenberg entwickeln wollen.«
Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe

Im Haushaltsentwurf für 2020 wird nun Ernst gemacht: Der Posten für die Sanierung der Sportanlagen wird mehr als verdreifacht.

Waren 2019 noch nur 49.500 Euro für die Instandhaltung vorgesehen, sind es im kommenden Jahr nicht weniger als 172.000 Euro. Der hohe Haushaltsansatz lässt Raum für Spekulationen, wie anderer Bereiche ausgestattet werden.

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Ein Dorn im Auge ist dem SV Frömern auch die Parkplatzauffahrt am Sportplatz: Die Geröllwüste müsste 2020 aus den allgemeinen Sanierungsmitteln beseitigt werden, so das Geld dafür ausreicht. © Udo Hennes

Den kompletten Haushaltsentwurf wird die Stadt erst am Mittwoch, 6. November, im Rat einbringen. Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe äußerte sich auf einer Veranstaltung der IHK Dortmund im Golfhotel Gut Neuenhof am Montag bereits vielsagend.

„Der Haushaltsplan wird deutlich machen, dass wir Fröndenberg entwickeln wollen“, meinte Rebbe in Gegenwart von IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber.

Warmer Regen für Kaltduscher: Fröndenberg motzt seine Sportstätten auf

Die Sportstättenkommission nahm auch den abgespielten 16-Meter-Raum auf dem Sportplatz Langschede unter die Lupe. Vorgezogen werden soll nun aber die Sanierung des Strafraums auf dem Sportplatz in Bausenhagen. © Udo Hennes

Die Sportplätze schneiden beim Etatposten Sportförderung am besten ab. Der größte Batzen, allein 74.000 Euro, ist für die Sportplätze Frömern und Langschede vorgesehen, wo auf LED-Flutlicht umgerüstet werden soll.

Tatsächlich soll im Sportlerheim Frömern nun auch die Warmwasseraufbereitung optimiert werden. Kostenpunkt: 20.000 Euro.

Sportpark Ruhr kostet 2020 mit 1,4 Millionen Euro ein Vielfaches

Auf dem Bausenhagener Sportplatz sollen die 16-Meter-Räume renoviert und die Berieselungsanlage erneuert werden, wofür 33.500 Euro ausgegeben werden können.

Das Sportlerheim Langschede soll für 10.000 Euro neue Fenster und Türen erhalten. Für laufende Reparaturen an Gebäuden, Flutlicht und anderen Bauten auf den Sportanlagen stehen insgesamt nochmals 34.500 Euro bereit.

Zum Vergleich: 1,4 Millionen Euro sind für den Sportpark Ruhr veranschlagt.

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