Eine warme Mahlzeit möchte das Schmallenbach-Haus künftig in Kooperation mit der Tafel Fröndenberg an Bedürftige ausgeben. © picture alliance / dpa
Corona-Pandemie in Fröndenberg

Warme Suppe für Bedürftige: Schmallenbach-Haus möchte nach der Krise „etwas zurückgeben“

Das Schmallenbach-Haus musste in der Corona-Pandemie um viele Opfer trauern. Zugleich war man überwältigt von Hilfe und Solidarität in Fröndenberg. Jetzt möchte das Seniorenheim „etwas zurückgeben“.

Schon vor Weihnachten hätte Heinz Fleck am liebsten mit der Ausgabe von Eintopfgerichten an Bedürftige in Fröndenberg begonnen. Start ist nun im Januar: In Zusammenarbeit mit der Tafel wird eine warme Mahlzeit ausgegeben.

»Wir möchten Fröndenberg ein Stück zurückgeben von der Hilfe und Unterstützung, die wir in der Krise erfahren haben.«

Heinz Fleck, Geschäftsführer Schmallenbach-Haus

Der Geschäftsführer des Schmallenbach-Hauses hat die Nachrichten der vergangenen Monate in der Stadt aufmerksam verfolgt. Die Gründung eines eigenen Tafelvereins für Fröndenberg brachte Heinz Fleck dann auf eine Idee.

„Wir möchten Fröndenberg ein Stück zurückgeben von der Hilfe und Unterstützung, die wir in der Krise erfahren haben“, sagt Fleck. Kurt Potthoff von der Tafel zeigte sich von dem besonderen Vorhaben sofort angetan.

Start der Suppenausgabe am 28. Januar

An einem Tag pro Woche wird ab dem 28. Januar zunächst viermal ein warmes Essen im Allee-Café ausgegeben. Der Koch des Schmallenbach-Hauses, Florian Trippe, wird dafür im Januar und Februar jeweils rund 40 Portionen mehr zubereiten.

Zur Sache
  • Die Ausgabe der warmen Mahlzeit beginnt am Donnerstag, 28. Januar, und soll zunächst vier Mal immer donnerstags erfolgen.
  • Der Eintopf wird ab 11 Uhr am Allee-Café ausgegeben; es wird ein Kostenbeitrag von 1,50 Euro erhoben. Geplant wird mit jeweils rund 40 Essensausgaben.
  • Tafelkunden sollten ihren Ausweis, andere Bedürftige einen Nachweis vorlegen. Auch ein Behältnis muss mitgebracht werden.

Die warme Mahlzeit soll an die Tafel-Kunden und sonstige Bedürftige, die ihre Notlage belegen können, für 1,50 Euro ausgeteilt werden.

Der geringe Kostenbeitrag solle vor allem eine Wertschätzung für die Aktion ausdrücken, so Kurt Potthoff. Man werde sich außerdem auch auf moslemische Kunden einstellen und die Eintöpfe ohne Schweinfleisch anbieten.

Die Suppenausgabe wird probeweise bis zum 18. Februar organisiert, die Kosten hierfür teilen sich Schmallenbach-Haus und Tafel. Sollte die Initiative auf Resonanz stoßen, soll sie fortgeführt werden.

Selbst genähte Masken und Schutzkittel

Die Tafel soll das Essen anschließend zum Selbstkostenpreis des Schmallenbach-Hauses erhalten. Schon zum ersten Ausgabetag wird darum gebeten, eigene Behältnisse mitzubringen, in die das Essen gefüllt wird.

»Fröndenberger halten zusammen und arbeiten zusammen.«

Kurt Potthoff, Vorsitzender Tafelverein

„Fröndenberger halten zusammen und arbeiten zusammen“, freut sich Kurt Potthoff über die Idee von Heinz Fleck. Der erinnert sich wiederum dankbar an die große Unterstützung im vergangenen Jahr, als zum Beispiel selbst genähte Gesichtsmasken und Schutzkittel von den Bürgern auf den Hirschberg gebracht wurden.

Für die Küche sei es kein Problem statt ansonsten rund 400 Eintöpfe künftig eben einige mehr zu kochen. Dass die Menschen noch dazu ein Gericht bekommen, das von einem Spitzenkoch zubereitet worden ist, ist wohl nur das Tüpfelchen auf dem i.

Über den Autor
Redaktion Fröndenberg
Geboren 1972 in Schwerte. Leidenschaftlicher Ruhrtaler. Mag die bodenständigen Westfalen. Jurist mit vielen Interessen. Seit mehr als 25 Jahren begeistert an lokalen Themen.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt