Das Auszählen der Stimmen ist eine der Aufgaben der Wahlhelfer. © picture alliance/dpa (Symbolbild)

Wahlhelfer in Fröndenberg: Stadt plant keine Werbe-Kampagne

Im September steht die nächste Bundestagswahl an. Wie für jede Wahl werden wieder Wahlhelfer benötigt - doch die Stadt Fröndenberg hat nicht vor, einen Such-Aufruf zu starten.

Bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr hatten die Verantwortlichen in Fröndenberg kurzzeitig gebangt. Bekommen wir genug Wahlhelfer zusammen, damit die Wahl stattfinden kann? Der Grund für die Sorge: Viele ältere und langjährige Freiwillige gehörten einer Risikogruppe an und daher war nicht sicher, ob genug Ehrenamtliche dem Aufruf folgen. Aber ein Großteil war dabei und die Wahl konnte ohne Probleme über die Bühne gehen.

Für die kommende Bundestagswahl am 26. September muss sich die Stadt jedoch keine Sorgen machen: Alle Wahlhelfer sind schon gefunden. „Erfreulicherweise kann auf eine große Anzahl an ehrenamtlichen Wahlhelfern zurückgegriffen werden, die zu großen Teilen bereits seit mehreren Jahren bei Wahlen im Einsatz sind“, teilt Stadtsprecherin Ulrike Linnenkamp mit.

Alle eingesetzten Wahlhelfer sollen Impfangebot bekommen

Sie ergänzt: „Zusätzlich haben sich bereits viele interessierte neue potenzielle Wahlhelfer an die Stadtverwaltung gewandt. Eine Kampagne zur weiteren Suche planen wir daher derzeit nicht.“

Ein möglicher Grund für die vielen Rückmeldungen: die Aussicht auf einen Impftermin. Ein besonderes Lockmittel war das Versprechen, dass alle Wahlhelfer in der Impfreihenfolge Personen mit erhöhter Priorität der Gruppe 3 zugeordnet und damit bis zur Wahl geimpft werden. Also genau die Gruppe, die seit dem 6. Mai einen Impftermin im Impfzentrum machen dürfen.

„Die Stadt Fröndenberg steht in Gesprächen mit dem Kreis Unna und ist bemüht, allen eingesetzten Wahlhelfer rechtzeitig vor dem Wahltermin ein Impfangebot unterbreiten zu können“, kündigt Linnenkamp an.

Auch 30 Verwaltungsmitarbeiter im Einsatz

Insgesamt werden in der Stadt 161 ehrenamtliche Wahlhelfer in den insgesamt 23 Wahlräumen – die so genannten Urnenwahlbezirke – benötigt. Zudem müssen die Briefwahlstimmen ausgezählt werden. Die Auszählung dieser Stimmen erfolgt durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Für diese Aufgabe werden etwa 30 Verwaltungsmitarbeiter eingesetzt, wie die Stadt auf Anfrage mitteilt.

In jedem Wahlraum werden sieben Ehrenamtliche vor Ort sein, die den so genannten Urnenwahlvorstand bilden. Alle wahlberechtigten ab 16 Jahren können Mitglieder eines Wahlvorstandes werden.

In ganz Deutschland werden am 26. September – wenn der 20. Deutsche Bundestag gewählt wird – mehr als 650.000 ehrenamtliche Wahlhelfer die Aufgaben Stimmzettel ausgeben, Urnengang beobachten und Wahlzettel auszählen übernehmen.

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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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