Für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule in Fröndenberg ist bis Ende Januar Homeschooling angesagt. Ins Gebäude dürfen nur junge Schüler, für die es keine anderen Betreuungsmöglichkeiten gibt. © Marcel Drawe
Coronavirus in Fröndenberg

Während Lockdown light: GSF-Oberstufenschüler kehren ins Schulgebäude zurück

Für die Oberstufenschüler der Fröndenberger Gesamtschule startete der Unterricht nach den Herbstferien mit Home Schooling. Doch nachdem die Regierung einen zweiten Lockdown ankündigt, sollen die Jugendlichen wieder in die Schule.

Es ist ein stetiges Hin und Her: Jetzt sollen die Schülerinnen und Schüler der GSF, die nach den Herbstferien zuhause bleiben mussten, wieder in den Unterricht zurückkehren. Präsenzunterricht vor Ort gilt ab Montag, 2. November, wieder für alle Schülerinnen und Schüler. Die Schulleitung blickt nicht ohne Sorge in die Zukunft, sieht die Schule aber unterm Strich gut gerüstet.

Die angekündigten Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern, so der Schulleiter der Fröndenberger Gesamtschule Klaus de Vries, würden den Ernst der Lage deutlich machen. „Sie haben auch das Ziel, die Schulen möglichst lange und vollständig offen zu halten.“ Noch warte die Schulleitung, auf neue Weisungen des Landes – allerdings erwarte sie keine besonderen Schutzmaßnahmen oder Einschränkungen für die Schulen. Die Kreisverwaltung habe ihre Allgemeinverfügung trotz der auch im Kreis gestiegenen Zahlen für den Bereich Schule sogar entschärft.

Vorstellungen gehen weit auseinander

Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie auch die Lehrkräfte der Gesamtschule würden besorgt auf den Unterricht in den kommenden Wochen blicken, so Klaus de Vries. Die Vorstellungen, wie Unterricht in dieser Krise in geeigneter Form stattfinden sollte, gingen dabei weit auseinander.

„Damit das möglichst lange gut geht, beachten wir weiterhin konsequent die Einhaltung der Maskenpflicht und die Abstands- und Hygieneregeln. Wir ziehen uns wärmer an und lüften in regelmäßigen Abständen während des Unterrichts und in den Pausen“, erklärt die Fröndenberger Schulleitung

Keine Ansteckung innerhalb der Schule

Dass sich weitere Schülerinnen und Schüler in den kommenden Wochen mit dem Coronavirus infizieren, sei allerdings nicht unwahrscheinlich. Zuversichtlich stimme die Schulleitung, dass sich das Virus bisher nicht innerhalb der Schule verbreitet habe, sondern nur von Einzelfällen hineingetragen worden sei.

Mit der Maskenpflicht könne das Gesundheitsamt die Dokumentation der nächsten Kontaktpersonen im Unterricht, so hofft Klaus de Vries in Fröndenberg, besser nutzen als bisher.

Gut für Quarantäne-Fälle gerüstet

Die Woche Home Schooling nach den Sommerferien habe allerdings gezeigt, dass die Schule für den Fall der Quarantäne oder Schulschließung gut gerüstet ist. Das liege zum einen an der guten Ausstattung – aber auch an der Bereitschaft des Kollegiums, sich den Herausforderungen zu stellen und für digital gestützte Formen des Lernens weiter zu qualifizieren.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung
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