Vier Jahreszeiten in Buenos Aires

dzCello Herbst

Vivaldi meets Piazolla heißt es beim ersten von zwei Fröndenberger Konzerten im Rahmen des Cello Herbst. Auf die Bühne am 13. Oktober kommt Tango – aber nicht als Tanzmusik, wie man ihn sonst so kennt.

Fröndenberg

, 04.10.2018, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kein traditioneller Tango, sondern ein ganz eigener Stil, bei dem Tango auf Klassik trifft. Unnachahmlich. Emotional. „Ich bin mir sicher, dass bei diesem Abend jeder Fuß mitwippen wird“, freut sich Organisator Uli Bär auf den Konzertabend mit dem Tango-Ensemble Contrabajando, bei dem er selbst Mitglied ist. Auf Einladung des Vereins Kultur für Uns präsentieren die fünf Musiker unter anderem Stücke von Astor Piazzolla, die wunderbar in die Kulisse der Fröndenberger Kulturschmiede passen würden. Denn Tango sei keine Musik, die aus dem Konzertsaal kam, Tango komme aus den Docks und daran erinnert die mit rotem Backstein verkleidete Fassade im Konzertraum. Außerdem stehe die Räumlichkeit dafür, dass aus Altem etwas Neues geschaffen wurde. Das passe ganz wunderbar zum eigenen Stil von Astor Piazolla. Ebenso wie die Besetzung der Musiker im Ensemble. Denn: „Piazolla hat lieber auf die Violine verzichtet als auf das Cello.“

Traurig sanft

Traurig sanft, aber auch bestimmend deutlich lässt Felicitas Stephan, die seit 2004 auch den Cello Herbst leitet, ihr Cello singen. Kraftvoll melden Wolfgang Lehmann an der Gitarre und Sabine Böker-Kaminsky am Klavier immer wieder einen Anspruch auf Melodieführung an. Stefanie Schulte-Hoffmann lässt ihr Akkordeon frohlocken und jubeln, aber auch wehmütig klagen. Uli Bär sorgt am Kontrabass für ein rhythmusgebendes solides Fundament. Mit seiner interessanten Besetzung bildet das Ensemble Contrabajando eine Ausnahme in der Ensemble-Landschaft.

Ausgangspunkt des Konzerts ist der argentinische Tango mit Werken von Astor Piazzolla, dann geht es zu José Bragato und Rodolfo Mederos über. Im Laufe des Programmes verschwimmen die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Musikrichtungen immer mehr, immer neue Stile werden vereint.

Weil diese Musik auch Fragen aufwirft, das Publikum berühren und zum Austausch animieren soll, moderiert Pianistin Sabine Böker-Kaminsky, die aus Fröndenberg kommt, den Abend. Beginn ist am Samstag um 15 Uhr.

Karten für 15, ermäßigt 10 Euro, gibt‘s per Mail an karten@kfu-online.de, bei Daub in Menden, beim Bücherparadies Kern in Fröndenberg, in den Kulturbüros in Menden und Fröndenberg, Tel. (02373) 976444, und bei den Geschäftsstellen unserer Zeitung.
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