Versteckt im Tabakbeutel: Zellennachbar verpfeift Drogenbesitz von 52-Jährigem

dzIm Justizvollzugskrankenhaus

Im Justizvollzugskrankenhaus hatte ein 52-Jähriger Hasch versteckt. Der Hinweis eines Zellennachbarn überführte den drogenkranken Mann. Er will Cannabis künftig therapeutisch konsumieren.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 09.01.2019 / Lesedauer: 2 min

Bei einer Kontrolle im Fröndenberger Justizvollzugskrankenhaus (JVK) entdeckten Beamte bei einem Insassen einige Gramm Haschisch. Der verbotene Besitz brachte den 52-Jährigen am Dienstag vor das Amtsgericht Unna. Offenbar war es sein eigener Zellennachbar, der ihn im Sommer verpfiff. Dem Tipp folgte die Durchsuchung und tatsächlich befand sich im Tabakbeutel des 52-Jährigen eine Folie mit 3,6 Gramm Haschisch.

Ein Angeklagter mit bewegter Vergangenheit

Im Prozess tat sich der Mann mit bewegter Vergangenheit nun zunächst schwer damit, den Vorwurf einzuräumen und gab an, er sei sich nicht bewusst gewesen, dass er die Drogen mitgenommen habe. Dann besann er sich jedoch eines Besseren, räumte ein, es sehr wohl gewusst zu haben und erklärte, das Hasch zuvor in den Niederlanden erworben zu haben. Von den harten Drogen habe er sich nunmehr „verabschiedet“. Als schwerkranker Mensch hoffe er allerdings, Cannabis nach seiner Entlassung aus der Haft zu Therapiezwecken dann legal konsumieren zu dürfen.

Letztendlich standen 26 Eintragungen im Strafregister und das JVK als Tatort dem Geständnis, der eher geringen Menge und den schweren Erkrankungen gegenüber. Der Richter verzichtete diesmal auf die Verhängung einer weiteren Freiheitsstrafe und beließ es bei 700 Euro Geldstrafe.

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