Verkaufsoffene Sonntage: Werbering liebäugelt mit Aktionen zur Marktplatz-Einweihung

dzEinzelhandel

Der verkaufsoffene Sonntag zum Frühlingsmarkt musste coronabedingt im April ausfallen. Die Städte dürfen nun weitere Einkaufssonntage genehmigen. Der Werbering liebäugelt mit dem Tag der Marktplatz-Einweihung.

Fröndenberg

, 01.08.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei verkaufsoffene Sonntage gibt es in Fröndenberg im Normalfall. Acht an der Zahl wären pro Jahr erlaubt. Ein Einkaufssonntag fiel der Corona-Pandemie bereits zum Opfer. Der Werbering nimmt vorsorglich schon einen besonderen Tag ins Visier.

»Das Interesse bei den Einzelhändlern ist da.«
Mechthild Wittmann

Liefe alles regulär, könnten die Geschäfte in der Innenstadt in diesem Jahr noch zum Bauernmarkt im Oktober und zum Christkindelmarkt im Dezember öffnen. Ob diese beiden Termine allerdings überhaupt gehalten werden können, ist noch gar nicht endgültig geklärt.

Bis einschließlich 31. Oktober sind nämlich Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern wegen der Corona-Pandemie noch untersagt. Zumindest an dem eintägigen Bauernmarkt dürfte diese Besucherschwelle überschritten werden.

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Liebäugeln mit einem Einkaufssonntag am Tag der Marktplatz-Einweihung (v. l.): Bernd Kern, Mechthild Wittmann und Wolfgang Hüttner vom Werbering Fröndenberg.

Liebäugeln mit einem Einkaufssonntag am Tag der Marktplatz-Einweihung (v. l.): Bernd Kern, Mechthild Wittmann und Wolfgang Hüttner vom Werbering Fröndenberg. © Marcus Land

Allerdings gilt der Bauernmarkt als Spezialmarkt und ist wie Ausstellungen oder Messen vom prinzipiellen Verbot durch die Corona-Schutzverordnung des Landes ausgenommen. Entscheiden muss die örtliche Ordnungsbehörde im Einzelfall.

Erst Veranstaltungen ziehen sonntags Publikum

Wolfgang Hüttner, Vorsitzender des Werberings, hält einen Einkaufssonntag in Fröndenberg nur bei einer parallel abgehaltenen Festivität, die zusätzliches Publikum anzieht, für rentabel. „Da muss etwas passieren drum herum.“

Sollte der Bauernmarkt nicht abgehalten werden können, weil ein Schutzkonzept keine ausreichende Sicherheit vor Ansteckungen bieten könnte, stünde der ohnehin gebeutelte Einzelhandel zum zweiten Mal in diesem Jahr ohne Einkaufssonntag da, der bei großem Zulauf zum Bauernmarkt auch entsprechend umsatzstark ist.

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»Viele Anfragen von Händlern mit Kunstgewerbe oder Gewürzen haben wir schon.«
Mechthild Wittmann

Den Erlass der Landesregierung, Kommunen eine Freigabe für vier weitere verkaufsoffene Sonntage im zweiten Halbjahr 2020 zu erteilen, will der Werbering daher auch schon vorsorglich prüfen.

Die Stadtverwaltung müsste wohl besondere pandemiebedingte Verluste der Geschäfte in der Innenstadt feststellen und könnte dann einen weiteren Einkaufssonntag von der Lokalpolitik beschließen lassen.

Attraktive Stände und Kinderkarussell

Angetan zeigen sich Wolfgang Hüttner, Mechthild Wittmann und Bernd Kern von der Idee, die Einweihung des umgestalteten Marktplatzes an einem Sonntag zu feiern und dazu die Geschäfte zu öffnen.

Das Angebot an dem Sonntag könnte mit einigen attraktiven Ständen und einem Kinderkarussell erweitert werden. „Viele Anfragen von Händlern mit Kunstgewerbe oder Gewürzen haben wir schon“, so Mechthild Wittmann.

Auch wenn diese Idee noch nicht zu Ende diskutiert sei: „Das Interesse bei den Einzelhändlern ist da“, weiß Wittmann.

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