Der Anblick eines Polizisten im Hausflur brachte einen Fröndenberger zur Eskalation. © dpa
Gericht in Fröndenberg

Verbale Tiefschläge: Fröndenberger rastet aus und beleidigt Polizisten

Ein Polizist im Hausflur ließ einen Fröndenberger eskalieren. Er griff nicht nur auf wüste Beschimpfungen zurück, sondern wurde auch handgreiflich.

Der Anblick eines Polizisten im Hausflur brachte einen 22-jährigen Fröndenberger offenbar derart in Rage, dass er zu verbalen Tiefschlägen ausholte und handgreiflich wurde. Am Tag seiner Gerichtsverhandlung fehlte er im Saal, eine Strafe gab es trotzdem.

Es ging lediglich um eine Aufenthaltsermittlung, die den Polizisten am Morgen des 18. August in das Mehrfamilienhaus in Fröndenberg führte. Doch auch das störte den 22-Jährigen, der den Beamten bereits kannte, laut Anklage ganz gewaltig. Er, so der Vorwurf, titulierte den „Besucher“ unter anderem als Hurensohn und stieß ihm mit der Hand gegen die Schulter.

Polizist wird ungehört entlassen

Wegen Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sollte sich der junge Mann mit bewegter Vergangenheit nun vor dem Amtsgericht Unna verantworten. Von ihm fehlte allerdings jede Spur. Der Polizist, der als Zeuge geladen war, musste unter den Umständen ungehört entlassen werden. Ohne Folgen blieb das Ganze für den Fröndenberger aber dennoch nicht.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging ein Strafbefehl: Er wurde in Abwesenheit zu 1500 Euro Geldstrafe verurteilt. Sollte er damit nicht einverstanden sein, hat er nach Zustellung des Strafbefehls 14 Tage Zeit, Einspruch einzulegen. In dem Fall würde die Sache doch noch verhandelt – falls er dann erscheint.

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