Vandalismus kann Fröndenbergs Bewerbung um Internationale Gartenschau 2027 nicht stoppen

dzHimmelmannpark

Ärger und Empörung im Fröndenberger Rathaus waren groß, nachdem der Schaden im Himmelmannpark bekannt wurde: Ein Fall von Vandalismus kann die Bewerbung um die IGA 2027 aber nicht stoppen.

Fröndenberg

, 30.08.2019, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Fall von Vandalismus überschattet die Bewerbungsphase Fröndenbergs für die Teilnahme an der Internationalen Gartenschau 2027. Der Schaden im Himmelmannpark wird die erhoffte Bürgerbeteiligung aber nicht stoppen.

Madita Busch traute am Donnerstagmorgen ihren Augen nicht: Mit roher Gewalt hatten Unbekannte die Postbox mit den IGA-2027-Flyern von ihrem Stahlträger abgeflext und in ein Gebüsch geworfen.

„Wir wollen nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden.“
Martina Garder-Manz, Teamleiterin Planen und Bauen

Die Mitarbeiterin des Teams Planen und Bauen im Rathaus hatte wie täglich nach dem Rechten gesehen und die Informationsflyer nachfüllen wollen. „Am Mittwoch war noch alles in Ordnung“, berichtete Busch enttäuscht.

Vandalismus kann Fröndenbergs Bewerbung um Internationale Gartenschau 2027 nicht stoppen

Bis vergangenen Mittwoch stand an dieser Stelle die Postbox mit den Informationsflyern für die IGA 2027 im Himmelmannpark. Unbekannte haben sie wohl nachts abgeflext. Sie soll aber wieder aufgestellt werden. © Marcel Drawe

Mit Beginn der Sommerferien hatte die Stadt den Briefkasten zwischen Trichter und Kettenschmiedemuseum aufgestellt. Dort hineinwerfen können alle Besucher des Himmelmannparks, aber natürlich auch alle sonst Interessierten, ihre Ideen und Wünsche für das Freizeit- und Erholungsgelände mitten in der Stadt.

Fröndenberg strebt an, einer von vielen Standorten im Rahmen der IGA Metropole Ruhr 2027, die als Zukunftswerkstatt für Parkanlagen und Gärten quer über das gesamte Ruhrgebiet veranstaltet wird, zu werden.

Zur Sache

Teilnahme über viele Kanäle möglich

  • Die Postbox soll möglichst kurzfristig wieder im Himmelmannpark aufgestellt werden. Dort können Flyer entnommen und eingeworfen werden.
  • Die Fragebogen-Flyer können auch in die Briefkästen am Rathaus I sowie am Rathaus II eingeworfen werden.
  • Auf der Homepage der Stadt unter www.froendenberg.de ist der Flyer auch als PDF-Dokument hinterlegt.
  • Im Internet gibt es auch ein interaktives Dokument, das am PC ausgefüllt werden kann.
  • Kontakt aufnehmen kann man außerdem per E-Mail an himmelmannpark@froendenberg.de oder unter Tel. (0 23 73) 976-327 (Garder-Manz) oder Tel. (0 23 73) 976-282 (Busch).

Bislang war die Resonanz von Fröndenbergern oder auch Radtouristen aus der Region noch nicht allzu groß. Daher wird die Stadt die Befragung nun noch bis Ende September verlängern.

Dennoch sind einige Vorschläge, wie der Himmelmannpark der Zukunft aussehen sollte, bereits ins Rathaus geflattert, freut sich Teamleiterin Martina Garder-Manz:

  • ein Fitness-Parcours auf dem Parkgelände;
  • ein Wassersteg als Zugang zur Ruhr;
  • mehr Schatten spendende Bäume;
  • ein Pavillon zum Relaxen, auch als „Müttertreff“ in der Nähe des Spielplatzes, um die Kinder gleichzeitig beaufsichtigen zu können;
  • mehr Veranstaltungen im Park, gerade auch für Kinder;
  • mehr Möglichkeiten für legale Graffiti, eventuell in Form einer Wand;
  • ein interaktiver Kunstpfad, zum Beispiel in Form von Mobiles, die durch Sonnenenergie angetrieben werden;
  • ein Wasserspielplatz.

Diese und erhoffte viele weitere Wünsche werden in einem Workshop, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger im nächsten Schritt eingeladen werden, sortiert, verfeinert und auf Finanzierbarkeit überprüft.

Die Vorschläge der Bürger sollen „Richtschnur auch für die Politik“ werden, sagt Martina Garder-Manz. „Schließlich wollen wir nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden – sie sollen ihren Park selbst umgestalten.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Berufsorientierung

Beamter, Bademeister, Burgerbrater: So vielfältig ist die Fröndenberger Ausbildungsmesse

Hellweger Anzeiger Neue Stadtbibliothek

Stadt Fröndenberg verrät Geheimnis um neue Stadtbücherei durch ein winziges Foto

Meistgelesen