Unfall auf Wilhelmshöhe zieht ein erstaunlich kurzes Strafverfahren nach sich

dzEinspruch gegen Strafbefehl

Die Unfallopfer erlitten Karfreitag Knochenbrüche, der Unfallverursacher sollte 900 Euro Geldstrafe bezahlen. Gegen den Strafbefehl ging der Rentner an: Gezahltes Schmerzensgeld reiche aus.

von Sylvia Mönnig

Strickherdicke

, 20.11.2018, 12:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Fröndenberg verursachte ein 84-Jähriger einen Unfall, bei dem zwei andere Personen verletzt wurden. Nun saß der Rentner im Amtsgericht Unna auf der Anklagebank. Der Vorwurf: fahrlässige Körperverletzung. Der folgenreiche Vorfall ereignete sich am späten Mittag des 30. März, dem Karfreitag. Der Senior wollte mit seinem Wagen von der Iserlohner Straße auf die Hubert-Biernat-Straße abbiegen, übersah dabei offenbar ein Motorrad und es kam zu dem Unfall, bei dem sich der Fahrer des Krads und seine Sozia Knochenbrüche zuzogen. Wenig später erhielt der 84-jährige Autofahrer einen Strafbefehl, laut dem er zu 900 Euro Geldstrafe verurteilt wurde. Er legte Einspruch ein.

Der 84-Jährige habe sich in seinem ganzen Leben nie etwas zu Schulden kommen lassen

Den begründete sein Verteidiger nun, als die Sache in Unna verhandelt wurde. Sein Mandant bestreite das Ganze gar nicht. Aber der Rentner habe in all den Lebensjahren nie einen Unfall verursacht, habe sich auch ansonsten nie etwas zu Schulden kommen lassen und zudem seien bereits 2000 Euro Schmerzensgeld geflossen. Der Anwalt regte die Einstellung des Verfahrens gegen 900 Euro Geldbuße an, um dem Angeklagten die Verurteilung zu ersparen. Allerdings signalisierte der Richter deutlich, dass das in Anbetracht der schweren Verletzungen nicht in Frage komme. Die Folge: die Rücknahme des Einspruchs.

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