Umfrageergebnis: Gemeindehaus in Frömern soll Bürgertreff werden

dzEvangelische Kirchengemeinde Frömern

Die Gemeinde in Frömern mag ihr Gemeindehaus – möchte es aber noch besser machen. 150 Interessierte haben im Rahmen einer Umfrage Anregungen geäußert. So kann das Gemeindehaus zum Bürgertreff werden.

von Fabiana Regino

Frömern

, 04.12.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sich zum Stammtisch treffen, Neuigkeiten austauschen oder einfach in netter Atmosphäre zusammenkommen. Der übliche Ort dafür: die Gaststätte um die Ecke. Einige nutzen dafür aber schon seit Jahren das Gemeindehaus in Frömern. Bald könnten es noch mehr sein – und das liegt nicht allein am Kneipensterben.

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Die Besucher des Frömerner Gemeindehauses sind insgesamt zufrieden mit ihrer Begegnungsstätte in der Brauerstraße 5. Das ergab eine Umfrage des Instituts Kirche und Gesellschaft. Ob Seniorenkreis, Frauen- und Männerkreis, Jugendtreff oder Gummibärenbande – für die Kleinsten: Die Kirchengemeinde bietet für alle Altersgruppen und Interessen Programm. Bei aller Zufriedenheit stellten die Umfrageergebnisse allerdings auch ein paar „Schwachstellen“, wie Pfarrer Gisbert Biermann es nennt, heraus.

Wunsch nach mehr Flexibilität

„Es wurde verstärkt der Wunsch nach mehr Flexibilität geäußert“, so Biermann. Und das betreffe vor allem den großen Saal im Gemeindehaus, der einst mit Hilfe eines Raumteilers für zwei Veranstaltungen zeitgleich genutzt werden konnte. Ein solcher Raumteiler stehe daher ganz oben auf der Einkaufsliste der Gemeinde.

Umfrageergebnis: Gemeindehaus in Frömern soll Bürgertreff werden

Das Gemeindehaus in Frömern ist mit Leadermitteln umgebaut worden. © Marcel Drawe

Kritik äußerten die Befragten auch in Bezug auf den Eingangsbereich des Gemeindehauses sowie das Büro. Das Büro sei zu klein, der Eingang zu alt. „Der Eingangsbereich ist mittlerweile einfach in die Jahre gekommen und wirkt auf einige dadurch nicht mehr besonders einladend“, erläutert Pfarrer Biermann. Ebenfalls sichtbar in die Jahre gekommen und von einer Vielzahl der Umfrage-Teilnehmer beanstandet, sei der Zustand der Küche, die neue Möbel gebrauchen könne.

Kirchengemeinde baut auf Zuschüsse

Auch das Thema Barrierefreiheit ist laut Umfrageauswertung noch ausbaufähig: „Zwar wurde die neue behindertengerechte Toilette gelobt, allerdings sind noch nicht alle Etagen barrierefrei zugänglich“, berichtet Gisbert Biermann. Hier müsse die Gemeinde handeln. Bei baulichen Maßnahmen sei diese aber auf Zuschüsse des Kreises angewiesen. „Da sind wir finanziell einfach zu eng aufgestellt.“ Ein Umbau des Gemeindehauses wurde zuletzt mit Leader-Mitteln finanziert. Die Evangelische Jugend packt auch gerne selbst mit an, wenn es etwas zu tun gibt.

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Mit 150 Teilnehmern habe die Umfrage eine bemerkenswerte Quote erreicht. „Die Erfahrungen mit vergleichbaren Gemeinden hat gezeigt, dass etwa 30 bis 40 Teilnehmer der Norm entsprechen“, verrät Biermann. Umso erfreulicher sei die Auswertung gewesen. Dementsprechend ernst werde auch die Kritik genommen. Am Ende des Tages soll das Gemeindehaus nicht nur Treffpunkt für Gemeindemitglieder sein, sondern für alle Bürger.

Presbyteriumswahlen 2020 versprechen spannendes Rennen

Wie groß das Interesse der Förmerner an ihrer Gemeinde ist, zeigen auch die bevorstehende Presbyteriumswahlen im kommenden Jahr: Denn in Frömern bahne ein spannendes Rennen an, kündigt Biermann an. Elf Kandidaten möchten in den Kirchenvorstand, allerdings sind nur fünf Plätze zu besetzen. „Über so viel Interesse freuen wir uns natürlich“, sagt der Pfarrer der Gemeinde in Frömern. Er ist sich sicher, dass es sich dabei nicht um Interesse handelt, das aus Unzufriedenheit resultiert – sondern aus der Bereitschaft der Menschen, Verantwortung übernehmen zu wollen.

In Kessebüren stehen die Sieger schon vor der Wahl fest: Hier kandidieren zwei Anwärter auf zwei zu vergebene Plätze. In Ostbüren wollen vier Kandidaten in den Vorstand, drei Plätze sind zu besetzen.

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