Umbau des Fröndenberger Marktplatzes wird 250.000 Euro teurer als geplant

dzStadtentwicklung in Fröndenberg

Dass Baukosten meist steigen, ist nicht neu: Nun hat es auch den Umbau des Fröndenberger Marktplatzes getroffen. Dafür müssen andere Ausgaben im Haushalt nun gekürzt werden.

Fröndenberg

, 03.09.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Modernisierung und Ausstattung des Marktes werden nach vorläufigen Berechnungen der Stadtverwaltung 1,429 Millionen Euro kosten. Die Stadt muss nun ein Defizit von 254.000 Euro ausgleichen – und an anderer Stelle sparen.

Auf eine Anfrage der FWG hatte Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe die Kosten für den Marktplatz-Umbau der Fraktion mitgeteilt, die sie wiederum ihrerseits öffentlich machte.

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Demnach waren im Haushalt ursprünglich 975.000 Euro an Planungs- und Baukosten für die Maßnahme im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) angesetzt worden. Hinzu kommen 200.000 Euro, die der Einbau von Hochsicherheitspollern an allen Zugängen zum Marktplatz voraussichtlich kosten wird.

Einschnitte beim Fassadenprogramm

Weil damit insgesamt lediglich 1,175 Millionen Euro im Fröndenberger Etat bereitgestellt worden waren, muss die Differenz von 254.000 Euro nun ausgeglichen werden.

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Beigeordneter Heinz-Günter Freck bestätigte auf Nachfrage dieser Redaktion die von der FWG veröffentlichten Zahlen. Auch die Information, dass zum Ausgleich des Defizits andere Positionen im Haushalt aufgelöst werden:

  • Machbarkeitsstudie Karl-Wildschütz-Parkplatz: 50.000 Euro
  • ISEK-Fassadenprogramm: 133.000 Euro
  • Tiefbaumaßnahmen: 71.000 Euro

Freck erklärte die Kostenzunahme mit mehreren Gründen. So habe sich die Höhe der in den Haushalt eingestellten Mittel an einer „Kostenschätzung zu den damals geltenden Indexwerten“, orientiert, also praktisch an den Baupreisen von 2019.

Die Ergebnisse der Ausschreibung hätten dann im März 2020 gezeigt, dass sich unter anderem „allgemeine Kostensteigerungen“ auf den Preis ausgewirkt hätten. Am Ende habe man sieben Prozent oberhalb des Kostenvoranschlags gelegen.

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Hinzu komme, so Freck, dass im Januar und im Februar 2020 die Pläne nach Wünschen aus Bürger-Dialog und Lokalpolitik erweitert worden seien: Das Fontänenfeld wird verlängert und die Pflasterung des Marktes auf den Zipfel zur Harthaer Straße hin ausgeweitet.

„Nachförderung“ durch das Land denkbar

Weil die Machbarkeitsstudie für den Wildschützplatz nicht mehr in diesem Jahr anstehe, habe man umschichten können. Zudem sei auch in dem Topf für das Fassadenprogramm in diesem Jahr noch so viel Geld, dass Antragsteller nicht leer ausgingen.

Es sei auch nicht unbedingt gesagt, so Freck, dass weitere ISEK-Maßnahmen künftig um jetzt fehlende 254.000 Euro abgespeckt werden müssen. Eine „Nachförderung“ durch das Land sei auf Antrag durchaus möglich. Immerhin habe das Land ja auch schon den in diesem Jahr fälligen ISEK-Eigenanteil der Stadt vollständig übernommen.

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