Überraschend deutlicher Sieg: Sabina Müller gewinnt Bürgermeister-Stichwahl

dzBürgermeisterwahl in Fröndenberg

Das Ergebnis ist am Ende deutlich. Ging Heinz Günter Freck noch mit leichtem Vorsprung in die Stichwahl, gewinnt Sabina Müller die Fröndenberger deutlich für sich.

Fröndenberg

, 27.09.2020, 21:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als die letzten Stimmen aufgezählt sind, haben beide Bürgermeister-Kandidaten Tränen in den Augen. Sabina Müllers Telefon steht nicht mehr still, die Glückwünsche prasseln von allen Seiten auf sie ein. Mit 60,1 Prozent aller Stimmen hat sie die Bürgermeisterwahl in Fröndenberg deutlich gewonnen.

Die Kandidatin der SPD liegt schon nach der Hälfte der Wahlbezirke klar in Führung, die Freude überwältigt sie jedoch erst mit dem offiziellen Endergebnis. „Ich wollte mit keinen Erwartungen in die Stichwahl gehen. Ich wollte alles so nehmen, wie es kommt“, sagt sie nach dem ersten Jubel.

Die Anspannung auf Sabina Müllers Gesicht bleibt, bis das letzte Ergebnis auf der Leinwand erscheint.

Die Anspannung auf Sabina Müllers Gesicht bleibt, bis das letzte Ergebnis auf der Leinwand erscheint. © Borys Sarad

Die Bedeutung der Zahlen, die in der Aula der Gesamtschule auf die große Leinwand geworfen werden, wollen deshalb auch gar nicht richtig zu ihr durchdringen. „Das muss ich jetzt erstmal sacken lassen“, sagt sie, kann das Lächeln aber nicht von ihrem Gesicht verbannen.

Rückenwind von anderen Parteien

Es ist ein eindeutiges Ergebnis, mit dem sie „jetzt hoffentlich gut loslegen kann“, so Müller. „Die Fröndenberger stehen hinter mir und das freut mich.“ Dass sie zudem noch Unterstützung von den anderen Parteien bekommen habe, hat ihr „noch einmal Auftrieb gegeben“.

Für sie ist der Rückenwind von FWG und Grünen aber nur die halbe Miete gewesen. Ausschlaggebend sei ihrer Meinung nach ihr Wohnort gewesen. „Die Fröndenberger wollten eine Bürgermeisterin aus ihrer Mitte.“ Und die haben sie nun auch bekommen.

Bevor sie aber so richtig loslegen kann, gibt es für die Fraktionsvorsitzende noch einiges zu tun. Denn auch ihre Fraktion soll ordnungsgemäß übergeben werden und das möchte sie „ordentlich machen“.

Fairer Verlierer

Mehr Prozente erhofft hat sich hingegen Heinz Günter Freck. Die Enttäuschung beim CDU-Mann sitzt tief, trotzdem ist er der Erste, der mit dem offiziellen Ergebnis der Siegerin gratuliert. „Es war sehr eindeutig“, sagt er. Für ihn sind es ganz klar die Wahlempfehlungen der anderen Parteien, die den Ausschlag bei der Stichwahl gegeben haben.

Heinz Günter Freck (rechts) ist ein guter Verlierer und der Erste, der Sabina Müller zum Wahlsieg gratuliert.

Heinz Günter Freck (rechts) ist ein guter Verlierer und der Erste, der Sabina Müller zum Wahlsieg gratuliert. © Borys Sarad

Trotzdem „geh ich jetzt morgen ganz normal an meinen Schreibtisch, da liegt ein Haufen Arbeit“, sagt er und möchte sich in dem Zuge auch noch einmal bei seinen Parteikollegen bedanken, die ihn so großartig unterstützt hätten. Dass ihm eine Bürgerin sagt, dass die Fröndenberger ihn vielleicht einfach nur als Kämmerer und Beigeordneter behalten wollen, ist für ihn „immerhin ein kleiner Trost“.

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