Überfall in der Wohnung: Zwei Frauen müssen Licht ins Dunkel bringen

dzAmtsgericht Unna

Ist ein Fröndenberger in seiner Wohnung überfallen worden? Vor dem Amtsgericht Unna stehen Aussage gegen Aussage. Zwei Frauen sollen nun Licht ins Dunkel bringen.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 04.11.2019, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nicht beglichene Schulden sollen einen 38-Jährigen so in Rage versetzt haben, dass er in die Wohnung des säumigen Fröndenbergers eindrang und ihn angriff. Vor dem Unnaer Amtsgericht bestritt er die Attacke nun.

»Ich habe die ganze Zeit nur versucht, mich zu schützen.«
Zeuge vor Gericht

Mit 1000 Euro stand der 31-Jährige Fröndenberger nach eigenen Angaben bei dem angeklagten Iserlohner in der Kreide. Das Geld habe er nicht zurückzahlen können und habe sich auch nicht bei dem Mann gemeldet.

Angeklagter soll Wohnungstür eingetreten haben

Der, so die Anklage, verlor am 2. September 2018 die Geduld, stand vor der Tür des Fröndenbergers, klingelte und wurde nicht eingelassen, verschaffte sich dann so Zutritt zum Haus und trat letztlich die Wohnungstür aus den Angeln.

Sodann, so der Vorwurf, traktierte er sein Opfer mit Fausthieben und trat später auf den am Boden liegenden Mann ein. Auch soll er ihn gepackt und durch den Flur geworfen haben. Fakt ist, dass der Betroffene mit Platzwunden und Nasenbeinbrüchen sowie einer Gehirnerschütterung in die Klinik gebracht wurde.

Angeklagter will zur Tatzeit in Hemer gewesen sein

Körperverletzung wurde dem mutmaßlichen Angreifer nun vor dem Amtsgericht Unna zur Last gelegt. Er wusch seine Hände in Unschuld. Über seine Verteidigerin ließ er erklären, dass er an dem Tag im September 2018 die Wohnung einer Bekannten in Hemer renoviert habe – und das könne die bezeugen.

Das mutmaßliche Opfer, das übrigens keine Angaben dazu machen wollte, woher die Schulden rührten, wurde gehört. Der Fröndenberger wiederholte seinen Vorwurf und betonte: „Ich habe die ganze Zeit nur versucht, mich zu schützen.“ Und: Er habe den Iserlohner sehr deutlich als Täter erkannt.

Verfahren muss mit neuen Zeugen fortgesetzt werden

Unter den Umständen wurde das Verfahren ausgesetzt und wird demnächst neu aufgerollt. Dann sollen besagte Bekannte des Angeklagten und die damalige Freundin des Betroffenen, die am Tattag offenbar zugegen war und Zeugin des Vorfalls wurde, Licht ins Dunkel bringen.

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