Trotz Überfall auf Frau in Fröndenberg: Zögern wegen Kosten für mehr Straßenlaternen

dzStraßenbeleuchtung

Ein Überfall auf eine Frau am Hirschberg beweist der CDU, wie dringlich dort nachts eine bessere Straßenbeleuchtung ist. 26.000 Euro soll die Stadt dafür aber dann doch nicht ausgeben müssen.

Fröndenberg

, 22.09.2019, 12:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Zufahrt am Hirschberg am Fuße des Schmallenbach-Hauses und ein Schleichweg zu der Senioreneinrichtung liegen abends überwiegend im Dunkeln. Ein Bürger fordert daher mehr Licht.

Nachdem sie im Mai noch recht empört die Verschleppung des Antrags moniert hatte, sieht die CDU plötzlich doch gangbare Alternativen für die Fußgänger zum Schmallenbach-Haus.

„Im Sinne der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger und der schützenswerten Interessen der Ältesten und Jüngsten.“
CDU-Fraktion in ihrem Antrag

Der Bürgerantrag stammt schon vom 16. November 2017 und weist auf Angsträume unterhalb des Schmallenbach-Haues hin und auf potenzielle Stolperfallen und Gefahrenquellen, „für Senioren und vor allem für Frauen, die im Drei-Schicht-Dienst im Schmallenbachhaus tätig sind“.

Eineinhalb Jahre geschah aber nichts. Es könne nicht sein, „dass ein gut begründeter und nachvollziehbarer Bürgerantrag weit über ein Jahr lang nicht umgesetzt wird“, monierte die CDU im Mai.

Der neu asphaltierte Fußweg führt durch den Wald „und liegt in der dunklen Jahreszeit, frühmorgens und spätabends, völlig im Dunkeln“, schildert die CDU.

Es gebe „dringenden Handlungsbedarf“, zumal künftig auch Kleinkinder von ihren Eltern teils zu Fuß zu der neuen Kita St. Marien begleitet werden.

Die empörten Zeilen wirkten. Das Tiefbauamt erstellte eine Übersicht, wie derzeit die betreffenden Bereiche ausgeleuchtet werden.

Die Straßenlaternen zwischen der Einmündung von-Nell-Breuning-Straße und dem Schmallenbach-Haus stünden recht weit auseinander. Mehr Laternen seien dort daher „sinnvoll“, heißt es jetzt im Rathaus. Der Fußweg hinauf zum Schmallenbach-Haus wird abends überhaupt nicht ausgeleuchtet.

Die Abkürzung ist plötzlich doch nicht zwingend

Würde man beide Bereiche mit weiteren sieben Laternen ausstatten, fielen rund 26.000 Euro Kosten an. Die Kosten für diese Baumaßnahmen müsste die Stadt selbst tragen.

Es bestehe aber gar keine Verpflichtung für die Stadt, im Außenbereich mehr Beleuchtung zu schaffen. Das sei „eine freiwillige Serviceleistung“. Ihr Vorschlag: die Laternen nur dann aufzustellen, wenn sich „Dritte auf freiwilliger Basis“ zu 50 Prozent an den Kosten beteiligen.

Alternativ sei ja der Gehweg am Hirschberg ausreichend ausgeleuchtet. Im Verkehrsausschuss stimmte die CDU dieser Idee zu: Die Stadt solle nur tätig werden, wenn „Dritte“ die Hälfte der Kosten beisteuern. Denn, so CDU-Fraktionschef Gerd Greczka, die dunkle Abkürzung müsse man ja tatsächlich nicht unbedingt nehmen.

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