Kostenpunkt 12.000 Euro: Kommt das Trinkwasser dafür auch keimfrei aus dem Spender?

dzÖffentlicher Wasserspender

Ein Trinkwasserspender soll künftig den Marktplatz bereichern. Doch was ist mit Kosten und Wartung? Weil in der Vergangenheit schon einmal Brunnen nicht immer plätscherten, kamen jetzt kritische Fragen auf.

Fröndenberg

, 14.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Europäische Union hat die Errichtung von öffentlichen Wasserspendern erleichtert, um den Verbrauch von Plastikflaschen einzudämmen. Nach einem Vorschlag der CDU wollen die Stadtwerke sich um einen Trinkwasserbrunnen kümmern. Aber was kostet das alles - und ist das Wasser auch keimfrei?

Die Freien Wähler wollten es in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt genau wissen, nachdem der Energieversorger seine Bereitschaft zum Betrieb des Spenders bereits signalisiert hatte.

Unterhaltung kostet jährlich rund 1500 Euro

Bauamtsleiter Martin Kramme klärte über den Preis dafür auf: Das Gerät selbst müsste für 6000 Euro angeschafft werden, die Montage würde in etwa dieselbe Summe kosten. Außerdem sind jährlich rund 1500 Euro für die Unterhaltung des Wasserspenders anzusetzen.

In diesen Wartungskosten inbegriffen sind auch Zahlungen an ein Hygiene-Institut. Das werde nämlich, so Martin Kramme, den Trinkwasserbrunnen auf Keimfreiheit untersuchen und erst dann freigeben.

Sollte sich der erste Spender, der im Zuge des Marktplatzumbaus installiert werden soll, reichlicher Nutzer erfreuen, werde über einen zweiten Brunnen nachgedacht. Der Standort könnte zwischen Winschotener Straße und Bruayplatz liegen.

Zur Sache

Programm des Bundesumweltministeriums

  • Das Projekt „Wasserwende – Trinkwasser ist Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums will ebenfalls Getränkeverpackungen vermeiden helfen und stellt Informationen zum Trinkwasser bereit, schafft öffentlich sichtbare Wasser-Trink-Orte, entwickelt Bildungsangebote für Kitas und führt Umstiegsberatungen für Trinkwasser in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen durch.
  • Das Klimaschutzprojekt wird vom Berliner a tip: tap e. V. in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen Trinkwasserversorgern umgesetzt und vom Ministerium aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Es läuft seit dem 1. Mai 2019 bis zum 30. April 2022.

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