Kreis Unna öffnet die Treffpunkte für Kinder und Jugendliche wieder

dzVilla und Windmühle

Die Treffpunkte des Kreises Unna werden wieder geöffnet. Das Angebot ist anfangs nur eingeschränkt, ebenso wie die Zahl an Kindern, die sich in den Häusern aufhalten dürfen.

Fröndenberg

, 20.05.2020, 15:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist eine gute Nachricht nach langen Wochen, findet Katja Schuon, Fachbereichsleiterin für Familie und Jugend des Kreises Unna. „Die Treffpunkte des Kreises machen ab dem 25. Mai wieder auf.“ Das betrifft den Treffpunkt Windmühle in Fröndenberg und den Treffpunkt Villa in Holzwickede.

„Wir sind froh, dass wir wieder öffnen können“, sagt Schuon. „Das war eine belastende Zeit für Familien.“ Jetzt freuen sich die Treffpunkte darauf, die Kinder wieder mit einem bunten Angebot vom Alltag abzulenken.

„Unsere Teams haben in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet“, lobt Schuon die Teams der Treffpunkte. Sowohl auf digitalen, als auch auf analogem Wege habe man Möglichkeiten gefunden, Familien in der schweren Zeit zu unterstützen. Zumindest an den digitalen Angeboten wolle man auch in der nächsten Zeit weiter festhalten. „Wir können schließlich nicht von Null auf Hundert durchstarten.“

Eintritt nach dem Einbahnstraßenprinzip

Die vergangenen Wochen hätten die Treffpunkte genutzt, um sich mit der Corona-Schutzverordnung vertraut zu machen, ein Hygienekonzept in Zusammenarbeit mit den Kommunen zu entwickeln und sich mit dem Ordnungsamt abzusprechen, erklärt Sachgebietsleiter Klaus Faß.

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So tritt ab dem 25. Mai in den Treffpunkten ein Einbahnstraßenprinzip in Kraft. „Es gibt einen Eingang und einen Ausgang.“ Beim Eintritt ins Haus werden die Namen der Kinder erfasst. So soll sichergestellt werden, dass im Falle eines Ausbruchs alle Gefährdeten gewarnt werden können.

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Ferienfreizeit nicht abgesagt

  • Die Sommer-Ferienfreizeit nach Kroatien ist derzeit noch nicht abgesagt. Der Kreis hält weiter an der Freizeit fest. „Wir wollen alles anbieten, was geht“, so Katja Schuon.
  • Außerdem habe man sich bereits ein Alternativangebot in Deutschland gesucht, sollten Reisen ins EU-Ausland bis zum Zeitpunkt der Freizeit noch nicht wieder möglich sein.
  • „Sollten wir die Freizeit absagen müssen, werden wir die Eltern kontaktieren. Bis dahin hoffen wir auf möglichst wenig Absagen, um an unserem Plan weiter festhalten zu können“, so Schuon.

Ebenso habe man sich entschieden, vorerst überwiegend sitzende Angebote zu machen. So könne mehr Kindern der Zutritt zu den Treffpunkten ermöglicht werden, denn sitzende Kinder sollen fünf Quadratmeter für sich haben, bei Kindern in Bewegung erhöht sich die Fläche bereits auf zehn Quadratmeter.

Tüten sollen weiter ausgegeben werden

Auch wird es weniger gleichzeitig stattfindende Angebote geben, dafür viel mehr nacheinander stattfindende Angebote. So kann gewährleistet werden, dass genug Betreuer für die Räume vorhanden sind und trotz der Teilnehmer-Einschränkungen möglichst viele die Chance bekommen, an den Angeboten teilzunehmen. Eines der ersten Angebote, die in die Treffpunkte zurückkehren, wird unter anderem die Hausaufgabenbetreuung sein.

Tüten mit Spiel-, Bastel- und Rätselspaß gab es im Treffpunkt Windmühle bereits in den vergangenen Wochen. Das Angebot soll beibehalten werden.

Tüten mit Spiel-, Bastel- und Rätselspaß gab es im Treffpunkt Windmühle bereits in den vergangenen Wochen. Das Angebot soll beibehalten werden. © Treffpunkt Windmühle

Für einen späteren Zeitpunkt nehme man auch Angebote draußen in Angriff, allerdings wolle man erst langsam starten und sich selbst herantasten, so Faß. Care-Pakete wie die Windmühlen-Tüten, in denen Kinder Spiele, Rätsel oder Aufgaben bekommen haben, sollen beibehalten werden. Ein genauer Überblick über die Angebote soll folgen. Allerdings rät Faß den Eltern, im Zweifelsfall einfach telefonisch Kontakt zum jeweiligen Treffpunkt aufzunehmen und nachzufragen.

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Kinder sollen im Zwei-Wochen-Rhythmus kommen

Eine weitere Umstellung, auf die sich Kinder und Eltern einstellen müssen, ist die Aufteilung in Gruppen. Diese dürfen dann im Zwei-Wochen-Rhythmus in die Treffpunkte. Auch sollen die Kinder nach Alter in Gruppen eingeteilt werden, um allen Altersklassen Chancen zu gewähren.

Ob die Angebote wie Basteln oder Malen angenommen werden, „müsse sich zeigen“, so Faß. Das hätten die Kinder in den vergangenen Wochen zuhause zur Genüge tun könne. „Wir werden gucken und unser Programm gegebenenfalls anpassen“. Auch auf die Wünsche der Kinder werde man eingehen, solange es die Corona-Regeln erlauben. „Wichtig ist vor allem, dass wir den Kontakt zu den Kindern wieder aufbauen und sie unterstützen.“

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