Traditioneller Martinimarkt fällt ins Wasser – Damenkompanie hat nicht genug Helfer

dzSankt Martin

Traditionen können sich nicht selbstständig tragen, das zeigt dieses Beispiel sehr gut: Weil sich in der Damenkompanie nicht genug Freiwillige gemeldet haben, muss der Martinimarkt ausfallen.

Fröndenberg

, 09.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Wochenende leuchten wieder die Laternen zu Ehren des Heiligen Sankt Martin. In Fröndenberg werden es dieses Jahr aber ein paar Lichter weniger sein, denn der traditionelle Martinimarkt der Damenkompanie Langschede auf dem Vereinsgelände des SV Langschede findet nach über 20 Jahren zum ersten Mal nicht statt. Es hätten sich nicht genug Helfer gefunden, erklärt Elisabeth Reuter, Vorsitzende der Kompanie. Im vergangenen Jahr waren es mit acht freiwilligen Helfern von insgesamt 45 Mitgliedern schon recht wenige Unterstützer. Dieses Jahr gab es noch schwächere Resonanz. „Wir hoffen auf eine heilsame Wirkung“, so Reuter. Dass die Veranstaltung, die mittlerweile zur Tradition geworden war, ausfällt, soll ein Denkanstoß sein. In den Anfangsjahren hätten noch über 100 Kinder am Umzug teilgenommen und die Martinsbrezeln, die verschenkt wurden, gingen weg wie „warme Semmel“. Reuter hofft, dass es nächstes Jahr mehr Unterstützung gibt – und mehr Teilnehmer.

Großer Umzug in der Innenstadt

Wer dennoch mit Laterne losziehen möchte, kann dies am Sonntag, 11. November, tun. Die katholische Kirchengemeinde St. Marien feiert das Sankt-Martins-Fest mit einem großen Umzug in der Innenstadt. Er startet um 17 Uhr am Platz vor der Sparkasse. Kinder und Eltern folgen Sankt Martin und seinem Pferd bis zur Kirche St. Josef, in der der Namensgeber des Festes nach alter Tradition seinen Mantel teilt. Gemeindereferentin Mona Schomers weist zudem darauf hin, dass der Zug dieses Jahr nicht am Edeka-Parkplatz vorbeiziehen wird. Dort hatten sich in den vergangenen Jahren Familien dem Zug angeschlossen. Nach dem Marsch wird auf dem Kirchplatz Glühwein bzw. Kinderpunsch angeboten. Martinsbrezeln sind nur mit Wertmarken erhältlich.

Lichterfest statt Umzug

Keinen Umzug, dafür aber ein Lichterfest, veranstaltet der Treffpunkt Windmühle gemeinsam mit dem Sozialen Netzwerk Mühlenberg und dem AWO-Familienzentrum „auf dem Mühlenberg“. „Wir wollen mal etwas Neues ausprobieren“, sagt Ramona Jakobs-Reichert vom Treffpunkt Windmühle über die Tatsache, dass kein Umzug geplant ist. Das Lichterfest beginnt am heutigen Freitag um 18 Uhr am Treffpunkt Windmühle an der Kurt-Schumacher Straße. Eltern und Kinder mit Laternen oder Taschenlampen sind eingeladen.

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