Hasenpest-Verdacht in Fröndenberg: Hegering gibt Verhaltenstipps

dzTiergesundheit

Wer in diesen Tagen in der Natur unterwegs ist und totes Wild entdeckt, sollte das einem Jäger melden. Zuletzt wurden in Fröndenberg tote Hasen gefunden. Es besteht Verdacht auf Hasenpest.

Fröndenberg

, 06.03.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Bereich der Golfplätze sind, wie der Kreis Unna bestätigt, verendete Hasen gefunden worden. Unter Fröndenberger Bürgerinnen und Bürgern geht nun eine WhatsApp-Nachricht herum, in der dazu aufgerufen wird, tote Tiere zu melden. Und das ist im Prinzip richtig, da der Verdacht auf Hasenpest besteht. Die Jäger sind bereits informiert, wie Hegeringsleiter Thorsten Wortmann auf Anfrage mitteilt.

Nun herrscht bei den Bürgern Unsicherheit, ob die Hasenpest gefährlich für ihre Hunde ist. Der Kreis Unna verweist in solchen Fragen auf das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), das gesicherte Informationen zu Tierkrankheiten herausgibt.

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Demnach ist die sogenannte Tularämie, im Volksmund Hasenpest, eine seltene bakterielle Infektionskrankheit, die wild lebende Hasen und Nagetiere betreffen kann und auf Wild- und Haustiere sowie auf Menschen übertragbar ist. Die meisten Infektionen beim Menschen sind laut FLI auf den Kontakt mit infizierten Feldhasen zurückzuführen.

Krankheit kann auch beim Verzehr von Wild übetragen werden

Die Krankheit kann durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, beim Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Wild, selten durch Stiche von infizierten blutsaugenden Insekten und auch durch Staub über die Luft übertragen werden.

Kranke Hasen sterben meist an der Hasenpest, bei Hunden verläuft sie weniger gravierend. Um ihre Vierbeiner brauchen sich Hundebesitzer also keine allzu großen Sorgen machen. Symptome sind Appetitlosigkeit, Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten.

Erkrankte Menschen können Allegmeinsymptome wie plötzliches hohes Fieber, Unwohlsein, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen aufweisen. Weitere Symptome richten sich danach, auf welchen Wege die Erreger in den Köper gelangt sind.

Hegeringleiter Thorsten Wortmann gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Tot aufgefundene Wildtiere nicht berühren und am Fundort belassen. Fast immer handelt es sich um Zufallsfunde.
  • Den zuständigen Jäger über einen Fund informieren. Die Grundstückseigentümer kennen in der Regel die Jagdausübungsberechtigten.
  • Ob es sich um natürlich verendetes, erkranktes oder verunfalltes Wild handelt, ist in der Regel nicht auf den ersten Blick zu erkennen.
  • Jäger sind angehalten, die gefundenen Tiere zur Untersuchung einzusenden. In der Regel, kann erst nach einer veterinärmedizinischen Untersuchung die konkrete Todesursache festgestellt werden.

Hundehalter aufgepasst

Die Brut- und Setzzeit beginnt

  • Der Hegering weist auf die Brut- und Setzzeit vom 1. März bis zum 31. Juli hin.
  • In dieser Zeit sollten Spaziergänger und Wanderer die Wege nicht verlassen und Hunde an der Leine führen. Das ist im Landesnaturschutzgesetz §52 so vorgeschrieben.

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