Anna-Lena Schultz präsentiert ihr Schoko-Duett aus weißer und dunkler Schoko-Mousse. Verziert mit einer Schoko-Glasur, Heidelbeeren und einem kleinen Keks. © Marcel Drawe
Wirtschaft in Fröndenberg

Törtchenschmiede zeigt, wie die kleinen Küchlein gemacht werden

Mit ganz viel Schokolade oder doch mit Früchten? Die Törtchenschmiede aus Frömern stellt saisonal verschiedenste kleine Küchlein her. Uns verrät Konditorin Anna-Lena Schultz ihr Geheimrezept.

Eine riesige Schüssel mit Eischnee steht in der Küche. Dazu kommt gerade die frisch geschlagene Sahne und etwas Gelatine und fertig ist die weiße Mousse. Die Gesamtmasse sieht aus, als würde sie für hunderte Törtchen reichen. „Ne, ne. Das passt nicht. Diese Masse brauche ich für 60 halbe Törtchen“, erklärt Anna-Lena Schultz.

Hier füllt Anna-Lena Schultz die weiße Schoko-Mousse in die Förmchen, wo bereits der Boden aus Mandel-Biskuit eingepflegt wurde.
Hier füllt Anna-Lena Schultz die weiße Schoko-Mousse in die Förmchen, wo bereits der Boden aus Mandel-Biskuit eingepflegt wurde. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Die Konditorin ist Inhaberin der Törtchenschmiede im Fröndenberger Ortsteil Frömern. Wir sind in dem gemütlichen Café zu Gast und Schultz erklärt uns, wie das Gebäck entsteht. Jedes Törtchen besteht aus zwei Schichten. Die weiße Mousse ist ein Teil davon. Dazu kommt noch eine Maracuja-Creme.

Verziert mit Beeren oder kleinen Schoko-Stückchen

Aber von vorn: Zunächst hat sie einen Boden angefertigt, der die Grundlage bildet. Hier gibt es verschiedene, die verwendet werden: Für das Törtchen mit weißer Mousse und Maracuja-Creme nimmt sie einen Mandel-Biskuit. Der Teig ist ganz simpel und besteht aus Mehl, Mandeln, Eiern und Zucker. Für andere Küchlein wird ein Brownie-Boden genutzt – zudem gibt es einen Keksboden für Käse-Sahne-Törtchen.

Der fertige Boden wird in Streifen geschnitten und anschließend in eine entsprechende Form gegeben. Und dann folgt auch schon die Verteilung der beiden Cremes. Sind sie erstmal drauf, kommen die Törtchen in den Tiefkühlschrank. Mit dem letzten Schritt werden sie dann verziert: mit Beeren, anderen Obstsorten oder kleinen Schoko-Stückchen.

Mögliche Aufträge in Dortmund winken

Das Angebot wechselt saisonal. „Im Sommer haben wir viele fruchtige Törtchen mit Beeren oder frischem Obst wie Pflaumen, Apfel oder Mirabellen angeboten. Gen Herbst und Winter liegt unser Schwerpunkt auf Nougat, Marzipan und Nuss“, erzählt die Konditorin, die sich im November 2018 im alten Bahnhofsgebäude in Frömern ihren Traum vom eigenen Unternehmen erfüllte.

Für ihre Leistung wurde die 32-Jährige zuletzt mit dem Gründerpreis der Handwerkskammer (HWK) Dortmund sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund ausgezeichnet. „Ich habe nicht gedacht, dass meine Arbeit so besonders ist. Natürlich habe ich mich sehr gefreut“, erzählt sie.

Zudem brachte der Preis einen weiteren positiven Nebeneffekt mit sich: Sie knüpfte Kontakte, die künftige Aufträge bringen könnten. „Ich habe einige Anfragen aus Dortmund erhalten. Demnächst könnten erste Projekte entstehen“, blickt Schultz voraus.

Geänderte Öffnungszeiten der Törtchenschmiede

  • Die Törtchenschmiede, die an der Brückenstraße 2 in Fröndenberg-Frömern zu finden ist, hat ihre Öffnungszeiten geändert.
  • Donnerstag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr bleibt bestehen.
  • Aber das Frühstück am Sonntagvormittag gibt es ab Oktober nur noch einmal im Monat.
  • „Wir bitten um Reservierung“, sagte Inhaberin Anna-Lena Schultz.
  • Das erste Frühstück ist für den 3. Oktober geplant.
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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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