Tiere im Circus? Das ist Schwachsinn!

Redakteur
Für tolle Vorstellungen braucht ein Circus keine Wildtiere in der Manege. Das beweist der Circus Sarelli, der derzeit in Fröndenberg gastiert.
Für tolle Vorstellungen braucht ein Circus keine Wildtiere in der Manege. Das beweist der Circus Sarelli, der derzeit in Fröndenberg gastiert. © Marcel Drawe
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Wenn Circus-Chefin Sissi Bichlmaier-Sarelli in die Manege tritt, dann kündigt sie ein „Programm im Tempo dieser Zeit“ an. Dabei ist ihr Circus weit mehr – er ist seiner Zeit voraus. Denn er verzichtet auf den Einsatz von Wildtieren. Und das ist richtig so!

Tiere in der Manege vorzuführen – damit konnte man früher Menschen begeistern, dabei konnten die Kamele meist nicht mehr als im Kreis laufen. Aber das hat früher gereicht. Heute kümmern sich private Tierbesitzer um Alpakas, die auch schon als Therapietiere eingesetzt werden. Im Circus-Sand haben diese Tiere nichts verloren.

Der Circus Sarelli hat erkannt, dass Tiere in der Manege zurecht keine Zukunft haben. Er schreibt den Tierschutz groß und verbessert damit auch das Image der Circusse in Deutschland. Wer Circusse besucht, sollte solche mit Wildtieren meiden. Und er sollte mit seinem Besuch solche unterstützen, die auf Wildtiere verzichten.

Heute ist das Wohl von Tieren zurecht ein großes Gut. Auch Tierparks und Zoos werden dann als attraktiv empfunden, wenn den Tieren große Gehege zur Verfügung stehen. Auch für sie ist es ein Kraftakt, alles umzubauen und sich neu auszurichten.

Für Circusfamilien wie die Sarellis hängt an solchen Entscheidungen für mehr Tierwohl ihre Existenz. Belohnen wir sie!

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