Thomas Reimann verlässt Treffpunkt Windmühle: Überraschendes Ende nach 29 Jahren

dzTreffpunkt Windmühle

Paukenschlag auf dem Mühlenberg. Der 28. Februar war Thomas Reimanns letzter Arbeitstag im Treffpunkt Windmühle. Warum der beliebte Leiter gehen musste, will der Kreis Unna Montag erklären.

Fröndenberg

, 01.03.2020, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine Nachricht, die am Mühlenberg für viel Aufregung und Unruhe sorgte. Thomas Reimann, Leiter des Integrationszentrums Windmühle und seit nunmehr 29 Jahren dort tätig, wurde überraschend versetzt.

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Silke Habekost, Sprecherin des Bündnis für Familien in Fröndenberg, suchte daraufhin den Kontakt zum Jugendamt, formulierte unter anderen eine Stellungnahme an die zuständigen Stellen der Kreisverwaltung, in der sie um Klarheit bat. „Mittlerweile sind es keine Spekulationen mehr. Ich weiß es offiziell“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion am Sonntag. Thomas Reimann habe am 28. Februar seinen letzten Arbeitstag im Treffpunkt Windmühle gehabt.

Bürger trauern um wichtigen Ansprechpartner
„Thomas Reimann ist das Herzstück des Mühlenbergs.“
Silke Habekost, Sprecherin des Bündnis für Familien in Fröndenberg

„Viele Bürger sind stark betroffen“, sagt Habekost. Man wäre beunruhigt an sie herangetreten. „Thomas Reimann ist das Herzstück des Mühlenbergs.“ In ihrer Stellungnahme an den Kreis spricht sie von einer „unverständlichen Personalentscheidung“.

„Unter Tränen und mit viel negativen Emotionen baten die Bürger um Unterstützung bei der weiteren Vorgehensweise“, heißt es weiter. „Die Mühlenberger machten deutlich, dass sie einen für sie sehr wichtigen Ansprechpartner und eine große Vertrauensperson von jetzt auf gleich verloren haben. Es wurde geäußert, dass viele Angst haben, wer sie nun in Zukunft unterstützt oder mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn Hilfe erforderlich ist.“

Fragestunde am Montag im Treffpunkt Windmühle

Das Bündnis für Familien wolle sich nicht in personelle Entscheidungen des Kreises einmischen, hoffe aber auf eine zeitnahe Stellungnahme des Kreises, um die Bürger beruhigen zu können. Thomas Reimann habe laut Habekosts Stellungnahme „aus dem ehemaligen ‚sozialen Brennpunkt‘ einen Stadtteil geformt, in dem es heute Orte für Gespräche gibt und das soziale Miteinander gut funktioniert“.

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Des Weiteren heißt es in der Stellungnahme: „Wo es keine klaren Aussagen und Fakten gibt, enstehen Gerüchte und Mutmaßungen. Dies kann nicht im Interesse des Kreises Unna sein.“ Man hoffe im Interesse der Mühlenberger auf baldigen Informationsfluss.

Auf diese Anfrage hat der Kreis nun reagiert. Am Montag um 11 Uhr sind Katja Schuon und Klaus Faß vom Fachbereich Familie und Jugend des Kreises Unna anlässlich einer Fragestunde im Treffpunkt Windmühle. Sie wollen die Fragen der besorgten Bürger beantworten und Klarheit schaffen, wie es am Mühlenberg weitergeht.

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