LTE-Mobilfunk: Endlich stopft die Telekom die Funklöcher – unter einem Vorbehalt

dz4G-Datenübertragung

Die Telekom hat Fröndenberg den Zuschlag im Wettbewerb „Wir jagen Funklöcher“ erteilt. Ab 2021 soll es auch in den „Weißen Flecken“ des Stadtgebiets 4G-Mobilfunkstandard geben – unter einem Vorbehalt.

Fröndenberg

, 13.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Telekom zwitscherte es Fronleichnam schon auf Twitter und gab es am Freitag per Pressemitteilung bekannt: Fröndenberg erhält bei einem Ausbauprogramm des Unternehmens für den Mobilfunk eine Zusage.

»5 G wäre natürlich super, aber auch mit dem 4 G-Standard dürften sich erhebliche Verbesserungen einstellen.«
Beigeordneter Heinz-Günter Freck

An der Aktion „Wir jagen Funklöcher“ hatte sich die Stadt im vergangenen November nach einem Antrag der SPD-Fraktion beworben. Die Telekom teilte nun mit, dass in folgenden Stadtbereichen künftig mit LTE-Geschwindigkeit gesurft werden können soll: „Fröndenberg; Fröndenberg, Ortsteil Frömern, Fröndenberg, Ortsteil Neimen, Fröndenberg, Ortsteil Warmen“.

Mit LTE-Geschwindigkeit mobil surfen

Im Zuge der Bewerbung waren Telekom-Funklöcher in Frömern, Neimen und auf der Hohenheide bestätigt worden. Dass sich der Zuschlag für „Fröndenberg“ auf die Ortslage Hohenheide bezieht, ist daher anzunehmen, konnten am Freitag aber weder die Telekom noch die Stadtverwaltung bestätigen.

Im Rathaus war man von der Anfrage dieser Redaktion am Freitag überrascht, hatte von der Telekom noch gar keine Information erhalten. Beigeordneter Heinz-Günter Freck vermutet, dass Mobilfunk im 4 G-Standard ausgebaut wird.

„Das hilft schon weiter. 5 G wäre natürlich super, aber auch mit dem 4 G-Standard dürften sich erhebliche Verbesserungen einstellen“, kommentierte Freck den Zuschlag.

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Neben einem Ratsbeschluss, sich als Stadt an der Aktion beteiligen zu wollen, hatte die Telekom auch die Nennung von geeigneten Standorten für Mobilfunkmasten zur Bedingung gemacht.

Das Rathaus hatte die Feuerwehrgerätehäuser in Frömern, Warmen, Bentrop, Bausenhagen und auf der Hohenheide sowie ein privates Grundstück im Gewerbegebiet Neimen genannt.

Mobilfunk-Standorte müssen Praxistest bestehen

Wie die Telekom jetzt weiter mitteilt, haben ihre Funknetzplaner die von den Kommunen vorgeschlagenen Mobilfunk-Standorte bereits geprüft. Ab Ende des Jahres würden Vor-Ort-Termine stattfinden, „um festzustellen, ob der Standort tatsächlich nutzbar ist“, heißt es weiter.

Anschließend werde ein Mietvertrag zwischen der Telekom und der Kommune bzw. dem Standortbesitzer abgeschlossen. Danach beginne der Bau des Mobilfunkmasts.

Die Telekom will im Rahmen ihrer Aktion mehr als 300 Masten im gesamten Bundesgebiet errichten. „Es zeigt sich, dass, wenn Politik, Bürger und Anbieter an einem Strang ziehen, auch besonders herausfordernde Funklöcher beseitigt werden können“, wird Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland, zitiert.

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