Unnaer Tafel macht kurzen Prozess: Okay für eigene Tafel – und Warnung an Fröndenberger

dzNeue Tafel Fröndenberg

Bei der Tafel Unna waren die Wogen hoch geschlagen, nun scheinen sie geglättet: Dem Ansinnen aus Fröndenberg, eine eigene Lebensmittel-Tafel zu gründen, will man sich nicht weiter versperren.

Fröndenberg, Unna

, 31.07.2020, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Fröndenberg wollen sich einige Akteure vom Tafel Unna e. V. lossagen und eine eigenständige Tafelausgabe ins Leben rufen. Die Ankündigung, zuvor noch mit dem Verein in Unna sprechen zu wollen, ist nun verpufft: Dort macht man nun kurzen Prozess.

»Eine Verletzung des Gebietsschutzes würden wir gegebenenfalls nicht tolerieren.«
Vorstand Tafel Unna e. V.

Der Vorstand der Unnaer Tafel e. V. habe auf seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen, keine weiteren „Verhandlungen“ mehr mit „den“ Fröndenbergern zu führen, teilte Vorstandsmitglied und Pressesprecher Roland Lutz mit.

Zustimmung ein Tag nach vertagter Gründung

„Wir sind mit einer Verselbständigung der Fröndenberger Tafel als Tafel Fröndenberg einverstanden“, ergänzt Lutz. Das Okay kommt nur einen Tag, nachdem in Fröndenberg die Vereinsgründung vertagt und vorherige Gespräche mit dem Tafelverein in Unna angekündigt worden waren.

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Der bisherige Ausgabestandort im Bürgerzentrum am Mühlenberg werde von Unna „ab sofort nicht mehr in konzeptionellen Überlegungen bedacht noch mit Lebensmitteln beliefert“, heißt es weiter in einer knappen Mitteilung.

Im Gespräch mit dieser Redaktion hatte Roland Lutz bereits kürzlich darauf hingewiesen, dass man es als problematisch erachte, wenn ein Stadtgebiet aus der Versorgung durch einen bestehenden Tafel-Trägerverein herausgelöst werde.

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Der Vorstand in Unna weist nun darauf hin, dass sich das Einholen von Lebensmitteln durch eine künftig selbstständig agierende Tafel Fröndenberg ausschließlich auf das Stadtgebiet Fröndenberg beziehen dürfe.

Versöhnlicher Gruß an Fröndenberger Aktivisten

„Eine Verletzung des Gebietsschutzes würden wir gegebenenfalls nicht tolerieren“, macht der Verein Tafel Unna deutlich. Kurt Potthoff, Awo-Vorsitzender in Fröndenberg, hatte gegenüber dieser Redaktion bereits mitgeteilt, dass man mit den Nachbarstädten Menden und Wickede ein Einvernehmen erzielt habe.

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Die Mitteilung des Tafel Unna e. V. endet mit einem versöhnlichen Gruß: „Wir wünschen den Fröndenberger Tafelaktivisten im Sinne der Tafel-Kunden viel Erfolg bei der Arbeit.“

Die Pressemitteilung ist von Ulrike Trümper, Roland Lutz, Frank Krüger sowie Patricia Westermann, Vorstand der Unnaer Tafel e. V., gezeichnet.

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