Fleißig am Vorbereiten: Die Tafel hat die Ausgabe am Mittwoch schon vorbereitet. Die Zeit danach liegt im Ungewissen. © Lisa Dröttboom
Tafel in Fröndenberg

Tafel Fröndenberg blickt mit Sorge auf die Entscheidungen in Berlin

Es ist wieder eine Zeit der Unsicherheit angebrochen, während in Berlin über den verlängerten Lockdown verhandelt wird. Die Tafel Fröndenberg sieht der Entscheidung mit Sorge entgegen.

Mit dem Januar und der möglichen Verlängerung des Lockdowns beginnt erneut eine Zeit, in der nichts sicher ist. Wer darf sein Geschäft öffnen, wer muss zuhause bleiben? Vor allem für gemeinnützige Vereine ist die Zeit schwierig.

Die Tafel hatte im Dezember verkündet, nach der Weihnachtspause am 6. Januar wieder mit der Ausgabe zu starten. „Und wir werden öffnen“, sagt Vorsitzender Kurt Potthoff. „Zur Zeit haben wir keine andere Meldung, dass wir es nicht dürfen.“

Was jedoch bleibt, ist die Ungewissheit und so sind die Augen der Ehrenamtlichen in Fröndenberg auf das Geschehen in Berlin gerichtet. „Da hören wir natürlich rein, was da passiert. Aber solange wir keinen Stopp bekommen oder keine Lebensmittel mehr abholen dürfen, bleiben wir offen“, verspricht er.

Ausgabe am Mittwoch schon vorbereitet

Für die Ausgabe am Mittwoch sei alles schon im Gange. Die Lebensmittel würden abgeholt und vorbereitet werden. „Bis jetzt geht alles ganz normal bei uns weiter.“ Aber auch Potthoff weiß, dass diese Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind und sich alles schlagartig ändern kann.

Für die nächsten Wochen kann er deshalb kein Versprechen geben. „Da müssen wir abwarten, ob uns die Landesregierung erlaubt, weiterzumachen.“ Zuletzt habe NRW den Tafeln ausdrücklich erlaubt, zu öffnen. Ansonsten, so Potthoff, werde man sich zusammensetzen und überlegen müssen, wie man den Bedürftigen anderweitig helfen kann.

„Die können ja nicht vier Wochen lang keine Lebensmittel bekommen.“ Er wäre entsetzt, wenn die Bedürftigen in Fröndenberg vier Wochen auf Hilfe verzichten müssten. „Vier Wochen ohne Hilfe – das kann ich mir gar nicht vorstellen.“ Dennoch heißt es für die Tafel: Abwarten. „Das ergibt sich alles erst im Laufe des Dienstags oder Mittwoch. Das müssen wir abwarten.“

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
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Lisa Dröttboom
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