Mehrfach schwollen die Bäche und Gräben in Fröndenberg nach heftigem Regen bedrohlich an und traten schließlich oft unkontrollierbar über die Ufer. © Marcus Land
Im Video: Von Rammbach bis Westicker Graben

Stürzende Bäche, verstopfte Gräben: „Wissen nicht, wie es weitergeht“

Das Hochwasser der Ruhr war in dieser Woche in Fröndenberg letztlich beherrschbar. Menschen, deren Wohnungen und Keller voll Wasser standen, fürchten verstopfte Gräben und viel mehr.

Bewegte man sich in den letzten Wochen von Hochwasser zu Hochwasser in Fröndenberg, tauchten vor Ort stets dieselben Forderungen von Betroffenen der Fluten auf: An Kanälen, Gräben und Bächen müsse etwas geschehen.

Beispiel Neimen: Der Neimener Bach war am 4. Juli nicht mehr zu bändigen und überspülte nahezu das gesamte Dorf. Selbst die Feuerwehr konnte der nachströmenden Wassermassen nicht mehr Herr werden.

Beispiel Dellwig: Regenfluten schossen am 8. Juli zum wiederholten Mal von den Feldern längs des Totenwegs in die Dorfmitte und setzten Keller und die L 673 unter Wasser. Anwohner zeigten entsetzt auf zugesetzte Gullys.

Beispiel Warmen: Nicht nur der Rammbach trat über die Ufer und riss mit sich, was ihm im Wege stand. Der winzige Mühlenbach dort entwickelte sich von einem Rinnsal in einen Sturzbach und drang in benachbarte Häuser ein.

Petra Effmert, betroffen von den Fluten des Mühlenbachs, brachte ihre Forderung im Gespräch mit dieser Redaktion auf den Punkt: Man wünsche sich dringend ein weiteres Regenrückhaltebecken. Die erste Rückmeldung der Stadtverwaltung sei ernüchternd gewesen, man habe auf immense Investitionssummen verwiesen.

Petra Effmert will das nicht gelten lassen: Schäden durch häufiger werdende Unwetter seien doch wohl auf Dauer viel kostspieliger – auch für die Stadt.

Über den Autor
Redaktion Fröndenberg
Geboren 1972 in Schwerte. Leidenschaftlicher Ruhrtaler. Mag die bodenständigen Westfalen. Jurist mit vielen Interessen. Seit mehr als 25 Jahren begeistert an lokalen Themen.
Zur Autorenseite
Marcus Land

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt