Mit Video: Kriminalpolizei hat beim Strohballen-Brand schlimmen Verdacht

dzBrandeinsatz

Das Feuer am Thabrauck ist am Morgen erloschen: Nach einem nächtlichen Brandeinsatz auf einem freien Feld in Ardey konnte die Feuerwehr mittlerweile abrücken. Jetzt hat die Polizei einen Verdacht.

11.12.2019, 10:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem sich für die Feuerwehr herausgestellt hatte, dass an ein Löschen der Strohballen auf einem Feld am Thabrauck nicht zu denken war, ließ sie die Rundballen kontrolliert abbrennen. Unterdessen ermittelt die Kriminalpolizei.

»Der Wind hat dafür gesorgt, dass das Feuer schneller abbrannte.«
Feuerwehrchef Jörg Sommer

Strohballen brannten bereits in voller Ausdehnung

Fröndenbergs Feuerwehrchef Jörg Sommer bestätigte am Morgen, dass die Strohballen beim Eintreffen der Wehr bereits in voller Ausdehnung brannten. Den Hinweis hatte ein Anrufer gegen 22 Uhr gegeben.

Rund 60 Feuerwehrleute versuchten daraufhin, dass Feuer im Bereich am Krausen Baum in den Griff zu bekommen. Allerdings stellte sich heraus, dass ein notwendiges Auseinanderziehen der Rundballen nicht effizient gewesen wäre.

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Da ein recht starker Westwind herrschte, entschied die Einsatzleitung, das Feuer kontrolliert abbrennen zu lassen. Gegen halb drei in der Nacht wurde die Brandwache ausgetauscht.

Kriminalpolizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung

„Der Wind hat dafür gesorgt, dass das Feuer schneller abbrannte“, berichtete Jörg Sommer. Um 6 Uhr morgens konnte die Feuerwehr vom Einsatzort abziehen. Nach Aussagen des Landwirts handelte es sich um rund 300 Rundballen aus Stroh.

Mit Video: Kriminalpolizei hat beim Strohballen-Brand schlimmen Verdacht

Als die Feuerwehr eintraf, brannten auf einem Feld am Thabrauck 300 Strohballen schon in voller Ausdehnung. © Michael Neumann

Weil sich in der Nähe des Brandortes keine Wohnbebauung befindet, waren Personen zu keiner Zeit in Gefahr. Dagegen musste die angrenzende Bahnlinie zwischen Unna und Fröndenberg zeitweise gesperrt werden, wie die Polizei mitteilt.

Sachschaden beläuft sich auf 6000 Euro

Es entstand ein Sachschaden von 6000 Euro. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Es sei angesichts der herrschenden Witterung – mit Regen am Vortag – sehr unwahrscheinlich, dass sich das Stroh selbst entzündet habe.

Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei wird nun bei Tageslicht eine Spurensicherung am Brandort vornehmen.

An den heißen Sommertagen in diesem und im vergangenen Jahr waren Feldbrände unter anderem durch kleinste Funken, etwa durch landwirtschaftliche Maschinen, ausgelöst worden.

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