Straßenbau: Bürgermeisterkandidaten sollen in der Palz aufs Podium

dzKommunalwahl 2020

Die Initiative „Wir - für die Palz“ blickt trotz Corona schon auf die Kommunalwahl im September. Die engagierten Bürger aus dem Fröndenberger Osten sind die ersten, die eine Podiumsdiskussion ankündigen.

Fröndenberg

, 01.04.2020, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schlechte Straßen, zu hohes Tempolimit, fehlender Grünschnitt - die Initiative „Wir - für die Palz“ legt seit Jahren den Finger in die Wunde, wenn es um die Verkehrsinfrastruktur in den Palzdörfern geht.

Rede und Antwort stehen auf dem Podium

Im Gespräch sind die Initiatoren um Clemens Stemper, Hubert Leinweber, Siggi Glasmeyer, Wilfried Nierhoff und Meinolf Müller längst mit Politik und Verwaltung. Jetzt möchten die Pälzer gern, dass die Bürgermeisterkandidaten auch auf dem Podium Rede und Antwort stehen, wie Hubert Leinweber ankündigt.

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Der Zustand der L 673 zwischen Warmen und Bentrop ist derart desolat, dass vor einiger Zeit bereits ein Tempolimit von 30 km/h angeorndet worden ist.

Der Zustand der L 673 zwischen Warmen und Bentrop ist derart desolat, dass vor einiger Zeit bereits ein Tempolimit von 30 km/h angeordnet worden ist. © Land

Ausreichend Zeit sei ja für Informationen der Bürger trotz der Corona-Pandemie vermutlich noch. Die Kommunalwahl soll am 13. September stattfinden.

Daher strebe man für Juli oder August eine Podiumsdiskussion in einem Ortsteil in der Palz an. Auf der Gästeliste würden nach derzeitigem Stand Sabina Müller für die SPD sowie Heinz-Günter Freck für CDU/FDP stehen. Weitere Bewerber um das Amt des Verwaltungschefs könnten noch hinzukommen.

Sanierung Kessebürener Weg / Bausenhagener Straße (K23): Im Haushalt 2020 des Kreises Unna sind für die Maßnahme auf dem 5,4 Kilometer langen Abschnitt 1,73 Millionen Euro vorgesehen. Besonders den Abschnitt vor Ostbüren nimmt die Initiative „Wir - für die Palz“ in die Kritik: Die Fahrbahn sei zu schmal und daher für Radfahrer und Fahrgäste der Buslinie zu gefährlich.

Sanierung Kessebürener Weg / Bausenhagener Straße (K23): Im Haushalt 2020 des Kreises Unna sind für die Maßnahme auf dem 5,4 Kilometer langen Abschnitt 1,73 Millionen Euro vorgesehen. Besonders den Abschnitt vor Ostbüren nimmt die Initiative „Wir - für die Palz“ in die Kritik: Die Fahrbahn sei zu schmal und daher für Radfahrer und Fahrgäste der Buslinie zu gefährlich. © Alexander Heine

Die Liste von Kritikpunkten bei „Wir - für die Palz“ ist in den letzten Monaten nicht kürzer geworden, auch wenn sich sicherlich einiges gebessert hat wie zum Beispiel die Sanierung der Wickeder Straße.

Stadt ist nicht für alles zuständig

Nicht immer kann die Stadt, wie im Fall dieser Gemeindestraße, Probleme selbst beheben; Verwaltung und Politik können allerdings auf die zuständigen Behörden wie den Kreis Unna oder den Landesbetrieb Straßen NRW einwirken.

Einige der Themen, zu denen die Kandidaten auf einem Podium Farbe bekennen sollen, nennt Hubert Leinweber:

Am Stentroper Weg liegen die Bushaltepunkte an der Straße. Wer mit dem Bus fahren möchte, muss durchs Gras oder auf der Fahrbahn laufen.

Am Stentroper Weg liegen die Bushaltepunkte an der Straße. Wer mit dem Bus fahren möchte, muss durchs Gras oder auf der Fahrbahn laufen. © Hornung

  • Landstraße: Die L673 soll ab Herbst 2020 zwar zwischen Bentrop und Warmen saniert werden; Straßen NRW will sie aber wohl nicht verbreitern, Gehwege gibt es auch nicht. „Gerade für ältere Leute ist das lebensgefährlich, wenn sich dort Lkw begegnen“, sagt Hubert Leinweber.
  • Stentroper Weg: Die Initiative hält eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h auf der gesamten Strecke für notwendig; nicht alle Unfälle, die man dort wahrnehme, würden bekannt, weil es sich nur um Blechschäden handelt. Die Pälzer befürchten aber Schlimmeres in Zukunft.
  • Palzstraße: Ab dem Ortsausgang Bausenhagen in Richtung Stentrop sei eine Sanierung dringend geboten. „Das ist keine Landestraße“, sagt Hubert Leinweber sarkastisch mit Blick auf den desolaten Zustand der Oberfläche.
  • Bausenhagener Straße: Auf dem letzten Abschnitt vor dem Ortseingang Ostbüren sei die Fahrbahn sehr schmal. Für Radfahrer und Kinder, die zur Bushaltestelle gelangen wollen, sei dies „problematisch“.
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