Störung bei Telefon und Internet: Schaden frühestens in der Nacht behoben

dzKein Netz in Fröndenberg

Wer am Montag gegen Mittag versucht, das Fröndenberger Rathaus zu erreichen, kommt nicht durch. Bei Bauarbeiten wurden Leitungen beschädigt. Kunden mehrerer Netzanbieter in Fröndenberg, Wickede und Menden sind betroffen.

Fröndenberg

, 06.04.2020, 13:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kunden mehrerer Netzanbieter waren am Montag in Fröndenberg, Wickede und Menden von Störungen betroffen. Kein Netz, kein Telefon, teilweise auch kein TV – und das in Zeiten, in denen viele Zuhause sitzen, im Home-Office arbeiten müssen. Auch das Fröndenerger Rathaus und die Stadtwerke waren betroffen – sowie große Teile der Ruhrstadt.

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Allein von Vodafone (ehemals Unitymedia) waren 5.663 Kunden betroffen, die vorübergehend kein Kabel-TV empfangen, nicht im Internet surfen und auch nicht im Festnetz telefonieren konnten, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte. Der Großteil seien Privathaushalte gewesen.

42 Kilometer lange Kabel-Zufuhrstrecke gekappt

“Unsere 42 Kilometer lange Kabel-Zufuhrstrecke von Soest über Fröndenberg nach Menden wurde gekappt“, so Vodafone. Über diesen Kabelstrang würden normalerweise die 5.663 Haushalte versorgt, die jetzt vom Netz abgeschnitten waren.

Technik-Spezialisten versuchten am Nachmittag, die Störung zu beseitigen. Dazu musste der zerstörte Kabelstrang aufwändig durch Tiefbauarbeiten repariert werden - Glasfaser für Glasfaser. Parallel dazu hat Vodafone damit begonnen, Umleitungsstrecken zu aktivieren, um zumindest die Grundversorgung für seine Kunden schnellstmöglich wiederherzustellen.

Auch für Kunden der Firma Helinet kam es zu Störungen, die offenbar durch die selbe Baustelle verursacht wurden. Beim Einlassen einer sogenannten Sprundwand im Bereich des Wasserwerks Menden ist laut Helinet ein Backbone-Kabel der Stadtwerke Fröndenberg durchtrennt worden. In der Folge kam es in den meisten Teilen Fröndenbergs und Wickedes zu massiven Einschränkungen bei Helinet-Kunden.

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Auch Helinet bestätigte, dass Techniker am Nachmittag vor Ort waren und unter Hochdruck an einer Lösung arbeiteten. Wermutstropfen für Verbraucher: Die Störung war kompliziert und konnte nach einer ersten Lageeinschätzung nicht vor Montagnacht oder Dienstagmorgen behoben werden.

Das Problem war laut Helinet die schwierige Ausgangslage. „Da liegt kein beschädigtes Kabel frei, das wir einfach flicken könnten.“ Vielmehr musste die Sprundwand wieder entfernt und die Grube abgesichert werden, damit das Erdreich nicht absackt. Die Vorarbeiten dazu seien umfangreich und schwierig, so Helinet.

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